Beim Sparen geht jetzt ein Licht auf

Von: Berthold Strauch
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Freundliche, lichtdurchflutete Büro-Atmosphäre: Bei Junghans-Wolle sind die Mitarbeiter sehr zufrieden mit ihrem modernisierten Arbeitsumfeld, wie Pressesprecher Ludwig Felten und Heiner Wieting (von rechts) dem Stawag-„Energiespar-Kommissar” Benjamin Bornefeld darlegen. Foto: Berthold Strauch

Aachen. Das Thema Licht rückt immer mehr in den Brennpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit. Nicht nur, dass zum 1. September die 100-Watt-Glühbirnen von der EU-Kommission auf die Verbotsliste gesetzt wurden.

Der Fokus richtet sich zunehmend auch auf die Effizienz der Leuchtquellen - und damit die Suche nach Chancen, auf deutlich sparsamere und damit umweltfreundlichere Systeme umrüsten zu können.

„Senken Sie Ihre Beleuchtungskosten!”, hat sich - ausgerechnet - der Aachener Energieversorger Stadtwerke AG (Stawag) auf die Fahnen geschrieben. Denn statt sich am möglichst hohen Stromverbrauch zu erfreuen, der die Kassen kräftig klingeln lassen würde, „verdirbt” die Stawag sich sozusagen selbst das Geschäft - aber hilft damit natürlich der Umwelt.

Allein fürs passende Licht an den Arbeitsplätzen in Büro- und Verwaltungsgebäuden gehen bis zu 50 Prozent des Stromverbrauchs drauf, wissen die Experten. Dabei sei in bestehenden Gebäuden ein Spareffekt von mehr als 65 Prozent möglich, rechnet Benjamin Bornefeld vom „Energie-Effizienz-Konzept” der Stawag vor. Und er kann auch überzeugend den Beweis antreten, dass dabei keinesfalls mit optischen Täuschungen gearbeitet wird, sondern mit harten Fakten.

So ist beispielsweise dem Aachener Unternehmen Junghans Wollversand/Pro-Idee im Wortsinne ein Licht aufgegangen. Dies kann Heiner Wieting, Leiter des Immobilienmanagements in dem Traditionshaus, mit beeindruckenden Zahlen belegen. Denn nicht weniger als 63 Prozent betragen die Einsparungen beim Stromverbrauch - unterm Strich die stolze Summe von rund 6500 Euro Kostensenkung, Jahr für Jahr. Der Praxistest seit vergangenen Februar habe die aufgestellten Prognosen bislang eindrucksvoll bestätigt, bekräftigt Wieting.

Die Investitionen in Höhe von knapp 27.000 Euro für eine hochmoderne Beleuchtungsanlage sollen sich bereits nach nur dreieinhalb Jahren schon bezahlt gemacht haben, freut sich der Junghans-Prokurist. Und die Stawag, die das Unternehmen auf dem richtigen Weg ans Licht beraten hatte, legte den Höchstzuschuss von 5000 Euro drauf. Damit wurde die Umrüstung, zu der auch die Installierung eines sparsameren Lichtregelsystems gehört, noch ein Stück schmackhafter gemacht.

Von den erzielten Erfolgen könnten auch andere Firmen profitieren. „Denn noch ist der Fördertopf gut gefüllt”, stellt Stawag-Mann Bornefeld in Aussicht. Kontakt: energieberatung@stawag.de.

Heiner Wieting macht neben dem geldwerten Vorteil und einer verbesserten CO2-Bilanz auf einen weiteren Aspekt aufmerksam, der die Entscheidung erleichtert habe - wobei zusätzlich auch noch eine Klimatisierung realisiert worden ist: „Wenn im Sommer die Temperatur in den Büros auf über 27 Prozent steigt, sinkt die Effizienz der Mitarbeiter um etwa 60 Prozent.” Dieses Argument sei letztlich auch für die Geschäftsleitung überzeugend gewesen...

Vorschläge für den Aachener Energiepreis 2009

Noch bis zum 11. September verlängert wurde die Vorschlagsfrist für den „Aachener Energiepreis 2009” der Städteregion. Dabei geht es um die „Auszeichnung für vorbildliche und zukunftsorientierte Projekte und Initiativen”.

Um die Auszeichnung bewerben können sich Privatpersonen, Unternehmen, Kinder- und Jugendprojekte, aber auch öffentliche Einrichtungen und Organisationen.

Ausgelobt wird der Preis - in einer Gesamthöhe von 15.000 Euro - in den Kategorien Gebäude (Sanierung und Neubau), technische Innovationen und Mobilität.
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