Herzogenrath - Bei Aixtron wächst nach harten Schnitten die Zuversicht

Bei Aixtron wächst nach harten Schnitten die Zuversicht

Von: Berthold Strauch
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Das Flaggschiff an der Konrad-
Vorstandschef Goetzeler spricht von ersten Erfolgen des Effizienz- und Kostenprogramms im Herzogenrather Tec-Dax-Unternehmen. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Martin Goetzeler zeigt Zuversicht: Der neue Vorstandsvorsitzende der Herzogenrather Aixtron SE verkündete am Donnerstag die jüngsten Quartalszahlen im Zeichen einer leichten Aufhellung der Krise.

Seit er im März den Vorstandsvorsitz des im Tec-Dax notierten Spezialmaschinenbauers für die Halbleiterindustrie übernommen und Ende Mai ein Effizienz- und Kostenprogramm aufgelegt habe, seien „erste Erfolge“ zu erkennen.

Nach massiven Umsatz- und Gewinneinbrüchen bis tief in die roten Zahlen hatte der Konzern harte Einschnitte verkündet. Dazu gehört unter anderem der Abbau von rund 20 Prozent der Stellen des weltweit führenden Unternehmens seiner Hightech-Branche.

Gegenüber dem Vorquartal, so Goetzeler, betrage das Nettoergebnis – bei weiterhin verhaltener Nachfrage – lediglich noch minus 11,8 Millionen Euro, was er eine „erhebliche Verbesserung“ gegenüber dem ersten Quartal 2013 mit minus 76 Millionen Euro nennt. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres waren es noch fast minus 88 Millionen Euro.

Als Aixtron angekündigt hatte, die Belegschaft an die gesunkene Nachfrage nach seinen Anlagen anzupassen, zählte das Unternehmen am Sitz in Herzogenrath noch 550 Mitarbeiter. Inzwischen habe deren Zahl bereits „weitestgehend die angestrebte Zielgröße von 400 Beschäftigten erreicht“, erläuterte Aixtron-Sprecher Guido Pickert auf Nachfrage unserer Zeitung.

Bezogen auf sämtliche Standorte auf fast allen Kontinenten sank die Zahl der Mitarbeiter inzwischen auf 873 – davon in Europa 591 – von zuvor knapp 990. Die Zielgröße, die man bis Jahresende erreichen wolle, liege bei „unter 800“. Etliche Mitarbeiter haben Aixtron mit teils satten Abfindungen verlassen, acht Kollegen wurden nach Änderungskündigungen versetzt. Lediglich 15 Beschäftigte wechselten, als Teil des mit dem Betriebsrat verabredeten Sozialplans, in eine Transfergesellschaft. Darin sollen sie – finanziell unterstützt – mit Qualifizierungsmaßnahmen auf neue Jobperspektiven vorbereitet werden.

Im Zuge der Sparanstrengungen könnten sich weitere organisatorische Veränderungen ergeben: Denn wie berichtet, scheint nicht ausgeschlossen, dass Aixtron seine Produktionsstätte an der Kaiserstraße im Stadtteil Kohlscheid aufgibt, ebenso seine Büroräume im angrenzenden Technologiepark Herzogenrath, um sich auf das Forschungs- und Entwicklungszen-trum an der nahen Dornkaul-straße zu konzentrieren. Bislang gebe es dazu aber noch keine konkreten Beschlüsse, so Pickert.

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