Babor Cosmetics legt trotz der Krise kräftig Farbe auf

Von: Ulrich Kölsch
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Bekenntnis zum Standort Aachen: In mehreren Etappen baut der Kosmetik-Anbieter Babor im Eilendorfer Gewerbegebiet aus. Im Augenblick entsteht in Stahlbetonskelettbauweise über zwei Etagen eine kombinierte Lager- und Produktionshalle. Dort soll ab 2010 gefertigt werden. Foto: Harald Krömer

Aachen. Von der Krise sei (fast) nichts zu spüren, jubelt Manfred Quast. Während andere Unternehmen unter den Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise stöhnen, könnte das laufende Geschäftsjahr zum erfolgreichsten in der über 50jährigen Firmengeschichte des Aachener Anbieters Babor Cosmetics werden, erwartet Geschäftsführer Quast.

Mit einem Wachstum zwischen fünf und sieben Prozent sei 2009 zu rechnen, und auch der Gewinn des Familienunternehmens werde dem entsprechen. Das Geschäft wird dann auf 70 Millionen Euro zulegen - bei einem Exportanteil von 30 bis 40 Prozent. Mengenmäßig erreicht der Auslandsanteil die Marke von 50 Prozent.

Die Zahl der Mitarbeiter am Standort Aachen soll in diesem Jahr auf rund 270 steigen - weltweit sind es 350. Für vier Millionen Euro baut Babor am Aachener Standort eine kombinierte Lager- und Produktionshalle, die 2010 an den Start geht.

Leichte Schatten in der Erfolgsbilanz wirft das USA-Geschäft, das unter der Konsumzurückhaltung der Amerikanerinnen und dem schwachen Dollar-Kurs litt. Dagegen war den Europäerinnen ihre Schönheit auch in Krisenzeiten einiges wert. Mit Ausnahme von Großbritannien lagen die Zuwachsraten für die Babor-Produkte im europäischen raum zwischen elf und 18 Prozent.

Die exklusiven Kosmetik-und Wellnessprodukte werden dabei über mehrere Schienen vertrieben. Nach wie vor im Mittelpunkt bleiben die rund 2500 selbstständigen Kosmetikerinnen, denen jetzt ein neues Konzept zur Einrichtung des Ladenlokals aus einem Guss angeboten wird. Das habe, wie Geschäftsführer Horst Robertz erläutert, teilweise zu Umsatzsprüngen von bis zu 20 Prozent geführt.

Daneben ist Babor aktiv im Bereich der Hotel Spas, das sind Wellnesseinrichtungen in Luxus-Hotels. Allein in diesem Jahr wurden in Deutschland 35 führende Hotels als Kunden für Babor-Produkte neu gewonnen. Seit März 2009 können auch die First Class-Gäste der Lufthansa mit Babor erholt abheben. Die First Class-Lounge der Fluglinie am Frankfurter Airport ist mit den Pflegeprodukten aus Aachen augestattet.

Neu im Vertrieb ist die Zusammenarbeit des mittelständischen Unternehmens mit deutschen Schönheitskliniken. Speziell für diese Kunden wurde die Linie „Doctor Babor” zur Vor-und Nachbehandlung bei medizinischen Eingriffen entwickelt. Auch auf den Kreuzfahrtschiffen der TUI wird zu den Babor-Tiegeln gegriffen.
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