Aus für Palla-Werk St. Egidien

Von: Joachim Rubner
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Aachen. Die große Hoffnung der Mitarbeiter von Palla Creativ Textiltechnik, der ehemaligen Tuchfabrik Becker in Aachen-Brand, hat sich nicht erfüllt.

Der von vielen als Retter erwartete Investor, der das seit November in Insolvenz befindliche Unternehmen hätte übernehmen können, hat abgewinkt. Er hat nach Prüfung der Fakten kein Interesse mehr.

Damit sind die Folgen klar: Das Schwesterwerk in St. Egidien bei Dresden ist und bleibt geschlossen. Die Maschinen, die dort stehen, werden abmontiert und nach Brand gebracht. „Aachen produzierte mit rund 160 Mitarbeitern, 15 hat man bereits freigestellt. Ich rechne damit, dass sich die Zahl der Mitarbeiter hier weiter reduzieren wird”, sagte am Dienstag Franz-Peter Beckers, Bevollmächtigter der IG Metall Aachen.

Die in Brand produzierten Jeansstoffe hätten Zukunft, doch leider sei für das Werk in diesem Jahr die Produktion anderer hochwertiger Stoffe nicht wie früher möglich. „Man hat hervorragende Produkte für Markenfirmen hergestellt. Allerdings muss man diesen Unternehmen im Frühjahr eine Kollektion neuer Stoffe präsentieren. Das ist nicht erfolgt. Frühestens 2010 kann man wieder auf diesen Zug aufspringen”, so Beckers.

Trotzdem hat Betriebsratsvorsitzender Rolf Winkler noch Hoffnung für die Arbeitsplätze in Aachen. „Offiziell sollen nur 100 Arbeitsplätze bestehen bleiben. Ich rechne aber fest damit, dass mehr erhalten werden, da man die Produktion mit 100 Mitarbeitern nicht richtig aufrecht erhalten kann. 140 wird man mit Sicherheit benötigen”, sagte Winkler am Dienstag.
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