Auch bei der Förderung liegt die Region ganz vorn

Von: Felicitas Geßner
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Aachen. Es geht um Visionen - und ganz konkret um Geld: Zu einem Informationsaustausch über aktuelle und künftige Forschungs-Projekte von Hochschulen und Unternehmen, die mit EU-Mitteln gefördert werden, treffen sich zurzeit rund 40 Experten aus ganz Europa in Aachen.

Sie gehören zur sogenannten IQ-Net, einer Gruppe, die bei den Detailplanungen der EU-Kommission in Brüssel beteiligt ist, wenn es um die Vergabe der künftigen Fördermittel aus dem Ziel 2-Förderprogramm geht.

Zum ersten Mal ist Aachen Gastgeber der Konferenz, die seit 15 Jahren regelmäßig stattfindet. Und das hat seinen guten Grund: „Aus der Aachener Region kommen einige der erfolgreichsten laufenden Projekte, die mit europäischen Fördermitteln unterstützt wurden. Projekte, wie das Elektroauto Streetscooter, die Herzklappenentwicklung am Klinikum oder auch das Campus-Projekt zeichnen die technologie- und innovationsorientierte Entwicklung in ganz NRW aus”, erklärte am Donnerstag Claudia Schulte, Leiterin des Ziel 2-Sekretariats beim NRW-Wirtschaftsministerium.

Im aktuellen europäischen Förderprogramm Ziel 2 - Laufzeit von 2007 bis 2013 - standen und stehen allein in NRW 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Ergänzt um Bundes-, Landes- und Privatmittel, summiere sich die Fördersumme auf mehr als 2,5 Milliarden Euro, die in Projekte liefen, die Arbeitsplätze schaffen und den Strukturwandel im Land voran bringen, sagte Schulte.

300 Einzelbewilligungen

Die mit Abstand erfolgreichste Region im Land ist hierbei die Aachener Region. „Bislang sind im Rahmen von 300 Einzelbewilligungen mehr als 240 Millionen Euro für Projektpartner in der Region bewilligt worden”, freute sich Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der Agit, die in der Region Aachen die zentrale Rolle bei der Organisation und der umsetzung des Ziel 2-Programms einnimmt. Neben den Hochschulen seien dies vor allem Unternehmen aus der Region, die mit den Fördermitteln Innovationen aus den Hochschulen in praktische Anwendungen umsetzen. „Hier entstehen die Arbeitsplätze und die Wertschöpfung, die für unsere regionale Entwicklung so wichtig sind.”

Damit das auch so bleibt, hat man bei der EU, beim NRW, aber auch in der Aachener Region die künftige Förderphase von 2014 bis 2020 fest im Blick. „Als Förderschwerpunkte wurden die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte von kleinen und mittelständischen Unternehmen genannt”, erklärte Schulte. „Da ist Aachen gut aufgestellt.” Jetzt gehe es um die konkrete Vorbereitung von Förderanträgen. „Wir bilden Anfang 2012 regionale und euregionale Arbeitsgruppen, die mögliche Förderprojekte erarbeiten, die dann wiederum zunächst im Land NRW und schließlich in Brüssel vorgestellt werden sollen”, erklärte Schirowski die Weichenstellung für die EU-Förderpolitik bis 2020. Das Ziel: Wenn es um die Fördermittel für technologie- und innovationsorientierte Projekte geht, soll auch bis mindestens 2020 kein Weg an der Technologieregion Aachen vorbei gehen.
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