Aachen - Agit will die Nachfolge von Geschäftsführer Greif regeln

Agit will die Nachfolge von Geschäftsführer Greif regeln

Von: hjd
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Auf Personalsuche: Agit-Aufsichtsratschef Prof. Johannes Gartzen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Das nennt man dann wohl ins Fettnäpfchen getreten: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit), Prof. Johannes Gartzen, hat sich mit seinem Vorgehen rund um die Suche nach einem Nachfolger für Agit-Geschäftsführer Helmut Greif den heftigen Unmut der Politik im Kreis Euskirchen zugezogen.

Man sei viel zu spät informiert worden, hieß es im Euskirchener Kreistag, wo sich Landrat Günter Rosenke, der auch einer der Gartzen-Stellvertreter im Agit-Aufsichtsrat ist, unangenehmen Fragen stellen musste.

Tatsache ist, dass die Stellenausschreibung in unserer Zeitung, aber nicht in den Euskirchener Tageszeitungen stand. Dies sei ein Missverständnis und „unglücklich“ gewesen, räumte Gartzen, der seit November 2012 Aufsichtsratschef der Agit ist, am Mittwoch auf Nachfrage ein. Es sei immer klar gewesen, dass die Suche nach einem Nachfolger für Greif, der Ende 2015/Anfang 2016 ausscheidet, intensiviert werde. Dies sei mit den Gesellschaftern abgestimmt. Auch Rosenke sei darüber informiert gewesen. „Wir handeln hier in einem großen Einvernehmen“, betonte Gartzen.

Doch manchmal kommt es zu Unklarheiten in den Formulierungen – und dann zu Missverständnissen. Gartzen selbst räumte ein, dass das Prozedere „etwas unglücklich“ gewesen sei. Er wies jedoch ausdrücklich darauf hin, dass eine Ausschreibung nicht notwendig oder gar vorgeschrieben sei. „Der Aufsichtsrat kann Kandidaten vorschlagen, und die Gesellschafterversammlung stimmt dann darüber ab.“

Dass die Stelle nicht bundesweit ausgeschrieben werde, habe nicht nur mit Kostengründen zu tun. „Wir wollen eine Persönlichkeit aus der Region“, sagte Gartzen, der nicht verhehlt, dass er selbst „zwei bis drei Wunschkandidaten“ im Blick habe.

Die Greif-Nachfolge ist zum Frühjahr 2014 ausgeschrieben. Ob der neue Geschäftsführer/die neue Geschäftsführerin den Posten dann auch wirklich antreten kann, wird sich zeigen. Auf jeden Fall aber wird es eine Zeit geben, in der Greif und sein Nachfolger/seine Nachfolgerin zusammen bei der Agit arbeiten werden. Auch dies sei klar abgesprochen, betonte Gartzen – auch mit Greif selbst. „Das wird eine Zeit der Einarbeitung und der Aufgabenteilung sein.“

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