AC² und Innovationspreis werden gebündelt

Von: Berthold Strauch
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Aachen. Herausragende Leistungen von Unternehmen aus der Region sollen noch stärker in den Blickpunkt gerückt werden. Dazu werden die beiden bislang getrennt agierenden Wettbewerbe „AC² - gründen und wachsen” sowie der „Innovationspreis Region Aachen” gebündelt.

Sie hätten sich mittlerweile so gut weiterentwickelt, „dass sie nicht mehr unterscheidbar sind”, sagte Helmut Greif, der Geschäftsführer der beim Innovationspreis federführenden Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit). Die positiven Elemente aus beiden Auszeichnungen sollen zusammengeführt werden. Die erste Preisverleihung ist für den 19. Juni 2012 in Aachen geplant.

Für AC² trägt die 1999 initiierte „Gründerregion Aachen”, ein Bündnis von 13 Partnern mit Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie Handwerkskammer (HWK) Aachen und den regionalen Wirtschaftsförderungseinrichtungen, die Verantwortung. Der von AC² 2003 initiierte Geschäftsplan-Wettbewerb bewertet aufstrebende Firmengründer und solche, die bereits ein Stück des Weges wirtschaftlich erfolgreich absolviert haben.

Aus den bislang vorgelegten Konzepten, die von Beratern intensiv analysiert und unterstützt werden, seien bereits mindestens 1300 Arbeitsplätze hervorgegangen, davon allein gut 500 Jobs bei 177 Neugründungen, bilanzierten Jürgen Drewes, Hauptgeschäftsführer der IHK, und Michael F. Bayer, Geschäftsführer der Gründerregion Aachen.

Die preisgekrönten Firmen, bislang mit Geldbeträgen belohnt, erhalten nun - wie bereits der Sieger des Innovationswettbewerbs - Porträt-Imagefilme zur attraktiven Eigenvermarktung. Weitere Änderung: Um den künftigen Innovationspreis können sich Unternehmen, Einrichtungen oder Personen nicht mehr bewerben, sondern sie werden nominiert. Eine hochkarätige Jury soll die Besten auswählen, die dann auch überregional für den Wirtschaftsraum Aachen die Werbetrommel rühren sollen.

Im Oktober beginnt die Vorbereitung auf die neue Preisrunde „AC² - Gründung, Wachstum, Innovation”. Dazu sind vier regionale Auftaktveranstaltungen in den Kreisen Euskirchen, Heinsberg und Düren sowie in der Städteregion Aachen geplant. „Wir wollen zeigen”, so IHK-Chef Drewes, „dass die Wirtschaftsregion Aachen ein Eldorado der Innovationen und der Gründungen ist.” Mit ihren bisherigen Anstrengungen hätten die Partner landesweit eine anerkannte Vorreiterrolle übernommen.

Dafür steht ein dickes Paket von Projekten und Maßnahmen wie etwa die „Gründermesse Aufbruch” und spezielle Angebote für weibliche Gründer, die bereits etwa ein Drittel aller „Jungunternehmer” stellen. Auch dank solcher Aktivitäten sei es gelungen, so Agit-Chef Greif, die Anzahl der durch das Kohle-Aus verschwundenen Arbeitsplätze zu kompensieren. „Wir müssen”, fügte Michael Bayer an, „das Rad der ständigen Erneuerung weiterdrehen.”

Übrigens: Auch so genannte „Notgründungen” - aus der Arbeitslosigkeit heraus - sind durchaus gern gesehen: weil sie vergleichsweise stabil seien. Nach fünf Jahren, so Greif, hätten noch mehr als 90 Prozent der Gründer „überlebt - eine hervorragende Quote und auch ein Beleg der Qualität der Beratung”.
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