Aachen und Jülich als Allianz

Von: Axel Borrenkott
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Aachen. Alle reden über Energie, wir erforschen sie, könnte man für „Jara Energie” werben. So salopp drücken sich die Professoren der RWTH und des Forschungszentrums (FZ) natürlich nicht aus.

Doch vor allem darum geht es beim „ersten internationalen Kongress” dieses Jülich-Aachener Forschungsverbunds: Nach innen und außen zu dokumentieren, welch´ richtungweisende Forschung für die Zukunft der Energieversorgung in der Region Aachen betrieben wird.

Allzu bekannt ist die 2007 formierte „Jülich-Aachen-Research-Alliance” (Jara) nämlich noch nicht, und namentlich nicht der ein Jahr später etablierte Bereich Energie. Wie auch in den anderen drei Jara-Feldern (Hirnforschung, Informationstechnologie, Simulationswissenschaften) legen die TH und das FZ große Teile ihrer personellen und finanziellen Ressourcen zusammen, um aus beiden Einrichtungen -Êund auch zum beiderseitigen Nutzen - maximale Forschungsergebnisse herauszuholen. Nahezu 50 Institute kooperieren allein in Jara Energie, das damit neben Karlsruhe und München zu den maßgebenden deutschen Entwicklungszentren für Energie gehört.

Rund 200 Teilnehmer diskutieren seit Montag und noch bis heute Abend im Aachener Eurogress fünf „modernste Themen der Energieforschung” (so Jürgen-Friedrich Hake vom FZ): Saubere Energie, Elektromobilität, Energieeffizientes Bauen und Produkzieren sowie gesellschaftliche Akzeptanz und Nachhaltigkeit künftiger Energieversorgung. Die Vortragenden stammen allesamt von TH und FZ (Hake: „Wir verfügen flächendeckend über eigene Kompetenz”). Geleitet werden die Diskussionsrunden von hochrangigen Vertretern der Energieversorger und -verbraucher, wie RWE oder ThyssenKrupp. Wirtschaft und staatliche Forschungsförderer sind die wichtigsten Zielgruppen dieses Fachkongresses, der künftig alle zwei Jahre stattfinden soll.

Energiepolitisch halten die Jara-Forscher, wie ihre Direktoren Lorenz Singheiser (FZ) und Reinhold Kneer (RWTH) betonen, fest am „pluralistischen Ansatz”. Dazu gehöre auf absehbare Zeit neben den fossilen Energieträgern auch die Kernenergie, sowie natürlich möglichst viel erneuerbare Energie. Atomkraft nur als „Brückentechnologie” zu propagieren, wie Umweltminister Norbert Röttgen das tut, sei, sagt Hake so unverblümt wie selbstbewusst: „Kokolores”.
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