Als die Braunkohle hier Berge versetzte
(ran)
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Unter dem Titel «100 Jahre Braunkohle aus Eschweiler» erinnern der Eschweiler Geschichtsverein und die Stadt bis zum 25. November mit einer Ausstellung im Foyer des Rathauses an diese Ereignisse.
Am Montagabend wurde im Beisein zahlreicher Gäste die Ausstellung, die bemerkenswerte Eindrücke zur Geschichte des Bergbaus in Eschweiler und Umgebung, aber auch zur Entstehung der Kohle und der damit einhergehenden Erdgeschichte vermittelt, eröffnet. «Das Thema Braunkohle hat die Stadt Eschweiler geprägt und wird dies auch weiterhin tun. Als Energiestadt werden wir auch in der Zukunft weiterhin mit der Kohle leben. Wichtig ist nicht nur, was war, sondern auch, was daraus wird», betonte Bürgermeister Rudi Bertram während seiner kurzen Begrüßungsrede. «Wir können die Förderung nicht einfach von heute auf morgen einstellen. Schließlich hängen zahlreiche Arbeitsplätze davon ab», so der Verwaltungschef. Anschließend führte mit Simon Küpper der Vorsitzende des Geschichtsvereins in die Ausstellung ein: «100 Jahre Förderung des «braunen Goldes» erinnert an eine Zeit, in der in Eschweilers Norden zwischen der heutigen A4 und Jülich im wahrsten Sinne des Wortes Berge versetzt wurden. Zunächst mit Hacke und Schaufel, dann mit riesigen Baggern», erinnerte er. Vergessen werden dürfe aber nicht, dass es auch «Opfer» des Tagebaus gegeben habe. «Nicht wenige Menschen mussten ihre Heimat verlassen», ließ Simon Küpper auch die Schattenseiten nicht aus dem Blick. «Allerdings hat der Tagebau keinesfalls eine zerstörte Kulturlandschaft hinterlassen», wies der Vorsitzende auf die Entstehung des Blausteinsees sowie die renaturierte Inde hin. Jahre der Umsiedlung Mit Franz Wings, dessen ehemaliger Heimatort Langendorf zwischen Fronhoven und Lohn dem Tagebau weichen musste, kam einer der Betroffenen zu Wort. «Zu Beginn der 50er Jahre hieß es bereits, «die Rheinbraun baggert uns weg». Wir haben dies verdrängt, aber die Rheinbraun kam», blickte der Wahl-Dürwisser zurück.
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