Jülich. Die beiden letzten Sendemasten auf der Merscher Höhe, über Jahrzehnte weithin sichtbare Wahrzeichen Jülichs, werden ebenfalls verschrottet. Der Betrieb des Kurzwellensenders war bereits am 24. Oktober 2009 eingestellt worden.
Es hätten sich keine Interessenten für den Sender gefunden, erläutert der Duisburger Immobilienkaufmann Herbert Bollmann. Zwei der Wahrzeichen sollten ursprünglich nach dem Abriss von insgesamt 30 Sendemasten erhalten bleiben.
«Die Unterhaltungskosten sind hoch, auch der dauerhafte Betrieb des Leuchtfeuers ist nicht billig», nennt Bollmann in erster Linie Kostengründe. Zudem hätten sich Kabeldiebstähle gehäuft. .
Interesse, einige Masten etwa als Technikdenkmal zu erhalten, war auch in der Jülicher Politik nicht vorhanden. «Der Planungsausschuss hat damals entschieden, dass der Investor alle Sendemaste umlegen darf, wenn er möchte. Denn man sah keinen Sinn darin, zwei gegenüberliegende Maste in so großer Distanz zu einander zu erhalten», erklärt Martin Schulz, Beigeordneter der Stadt Jülich.