DSL-Initiative auf der Zielgeraden

(ja) 08.11.2010, 17:56

Inden/Kreis Düren. Die Breitbandinitiative biegt auf die Zielgerade ein. Für immer mehr Haushalte im Kreis Düren ist schnelles Internet in greifbarer Nähe, wie ein Blick auf die DSL-Karte des Kreises zeigt.


«Wir haben bereits sehr gute Erfolge zu verzeichnen, flächendeckend im Kreis eine Übertragungsrate von 16 Mbit anbieten zu können», läutet Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt die letzte Runde ein.

Noch aber sind die 1,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II, die der Kreis für schnelles Internet zur Verfügung stellt, nicht komplett abgerufen, noch können Kommunen Lücken auf ihrem Gebiet schließen, vorausgesetzt sie beteiligen sich - wie in der Initiative vereinbart - mit 50 Prozent an der Maßnahme.

Noch sind Gelder aus dem Konjunkturpaket II übrig

«Oft sind es schon vergleichsweise kleine Schritte, die ausreichen», betont Spelthahn, wohl wissend, dass er nicht in allen Rathäusern Gehör gefunden hat. Aber mehr als das Geld anbieten, könne der Kreis nun einmal nicht.

Paradebeispiel ist die am Montag vorgestellte Maßnahme in der Gemeinde Inden. Für etwas mehr als 56.000 Euro können jetzt auch Frenz und Lucherberg per Glasfaser an die Datenautobahn angeschlossen werden. Rund 1050 Haushalte profitieren von der Ertüchtigung des Netzes, die binnen fünf Monaten in Lucherberg und in zwölf in Frenz realisiert sein soll.

«Mit dem Ausbau ist die Gemeinde dann gut aufgestellt», freut sich Schuster, zumal die beiden Ausbaupartner zugesichert haben, in Zukunft auch höhere Datengeschwindigkeiten ermöglichen zu wollen.

Schuster betont aber auch, dass der Ausbau ohne die kommunale Finanzspritze aus den KII-Mitteln wohl Wunschdenken geblieben wäre. Mehrfach habe die Gemeinde in der Vergangenheit Gespräche geführt. «Wir konnten aber keines der Unternehmen so richtig begeistern», spricht Schuster ein Phänomen an, dass Landrat Spelthahn in den letzten Monaten immer wieder beobachtete: «Ohne öffentliche Mittel scheuen die Anbieter in ländlichen den ersten Schritt.»

Ermunterung für die Kommunen

Deshalb ermuntert er noch einmal alle Kommunen, die letzten zur Verfügung stehenden Gelder abzurufen. Denn um Mittel aus dem Konjunkturpaket nicht zu verschenken, will der Kreis einen etwaigen Rest aus dem Internetprogramm im Dezember in andere Projekte umschichten.


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