Aachens FDP will beim Guido-Hauen nicht mitmachen

Von Alfred Stoffels 25.10.2010, 18:55

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Aachen. Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos - so ungefähr könnte man die aktuelle Stimmungslage in der Aachener FDP zusammenfassen.


Die Umfragewerte bewegen sich tief im Keller, der Landesvorsitzende hat Knall auf Fall hingeschmissen, dem großen Zampano Guido Westerwelle wird sogar von Parteifreunden der Rücktritt nahegelegt: Das sind Vorgänge, die geeignet sind, sogar rheinische Liberale in die Depression zu treiben.

Die örtliche Gliederung der Freien Demokraten sieht jedoch keinen Anlass, sich jeck machen zu lassen, zumal man in Aachen mit einer Besonderheit aufwarten kann: Nach wie vor steigen die Mitgliederzahlen. Nicht mehr so flott wie früher, «aber über dem Durchschnitt», so Vorsitzender Alexander Heyn.

Richtig Ärger gab es für Westerwelle bei einer Konferenz am Sonntag, als insbesondere Regionalfürsten aus Hessen und Berlin zulangten und heftige Kritik an seinen Führungsqualitäten übten. Am offensichtlich um sich greifenden Guido-Hauen will Heyn sich nicht beteiligen, aber er sagt auch: «Der Auftritt der FDP ist grundlegend optimierungsfähig, das gefühlte Image ist nicht gut. Das hat personelle wie inhaltliche Gründe. Aber das müssen die in Berlin intern klären», Ratschläge aus Aachen werde man sich in dieser Situation verkneifen.
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