Köln. Übernimmt der Chef einer Spedition Bußgelder von Fahrern, die wegen Überschreitung von Lenkzeiten und der Nichteinhaltung von Ruhezeiten festgesetzt wurden, ist die Kostenübernahme Arbeitslohn, der zu versteuern ist.
Berlin/Düsseldorf. Für die meisten Menschen ist es eine Art Kavaliersdelikt: Über 90 Prozent der Verbraucher sehen ihr Ansehen bei Freunden und Verwandten durch den Kauf von gefälschten Produkten nicht gefährdet, wie eine Studie der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young ergab.
München. Die Steueridentifikationsnummer ist rechtens. Sie verstößt nicht gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichen Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) in München hervorgeht.
Münster. Studenten dürfen ihre Kosten für ein nach dem Abitur aufgenommenes Erststudium nicht als Werbungskosten, sondern nur als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.
Mainz. Arbeitnehmer, die Kundendaten für private Zwecke nutzen, müssen ohne vorherige Abmahnung nicht unbedingt mit einer Änderungskündigung rechnen. Das entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz im Fall eines Bankangestellten, der die Handy-Nummer einer Kundin in der Bankdatei ermittelt und ihr eine private SMS geschickt hatte (Urteil vom 10. November 2011, AZ: 10 Sa 329/11).
Stuttgart. Die Ermordung eines Menschen ist kein Arbeitsunfall, so dass Hinterbliebene keine Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhalten. Das hat das Landessozialgericht Baden-Württemberg in einem Fall entschieden, in dem familiäre Gründe zu einem Mord führten.
Köln. Eine Flugbegleiterin kann die Kosten für eine Pilotenausbildung als Zweitausbildung auch dann steuerlich geltend machen, wenn sie außer der Schulung zur Flugbegleiterin bei einer Fluggesellschaft keinen staatlich anerkannten Ausbildungsberuf erlernt hat. Das hat das Finanzgericht Köln (7 K 3147/08) entschieden.
Köln. Arbeitnehmer A hatte sich in seinem neuen Job von Anfang an nicht wohlgefühlt. Er war dann aber doch überrascht, als der Arbeitgeber ihm mitten in der Probezeit kündigte. «In so einem Fall sollten Arbeitnehmer kontrollieren, dass der Arbeitgeber die Kündigungsfrist eingehalten hat», erklärt Reinhard Schütte, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Wiesbaden.
Aachen. Noch hängt der regelwidrig abgestellte Wagen nicht am Haken: Der Abschleppwagen ist zwar schon da, doch der Falschparker kommt schnell genug zurück, um sein Auto selber wegzufahren.
Frankfurt/Main. Fluggesellschaften müssen Reisende auch dann befördern, wenn diese beim Einchecken die Kreditkarte nicht vorlegen können, mit der sie die Reise gebucht haben.
Münster/Köln. Wer in einem Ladenlokal freiwillig eine Toilette einbaut, kommt um ein behindertengerechtes WC nicht herum. Das entschied das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil (Az.: 7 A 1977/10).
Mainz. Die Zeugen Jehovas müssen in Rheinland-Pfalz den großen Kirchen künftig gleichgestellt werden. Das Verwaltungsgericht Mainz entschied am Donnerstag, dass das Land der Glaubensgemeinschaft den Status einer «Körperschaft des öffentlichen Rechts» zu verleihen hat. (Az: 1 K 144/11.MZ)