Aachen - Vorwürfe gegen Hilfswerke: Misereor wehrt sich

Vorwürfe gegen Hilfswerke: Misereor wehrt sich

Von: mgu
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die indische Regierung hat das katholische Entwicklungshilfewerk Misereor neben mehreren anderen Hilfsorganisationen wie Greenpeace auf eine sogenannte rote Liste gesetzt.

Das berichten örtliche Medien. Gegen den Vorwurf, den Gebrauch von Spendengeldern zu verschleiern, wehrt sich das in Aachen ansässige Hilfswerk. „Wir können nachweisen, dass das nicht stimmt. Die Verwendung der Spendengelder wird exakt dokumentiert“, sagte Misereor-Sprecher Ralph Allgaier unserer Zeitung.

Noch gibt es keine spürbaren negativen Auswirkungen für die Organisation – trotz der „roten Liste“. „Wir warten ab. Die Regierung hat sich noch nicht an uns gewandt“, sagte Allgaier. Man habe aber indische Geheimdienstberichte einsehen können, in denen ein spezielles Misereor-Projekt angeprangert wird.

Dabei habe die Zusammenarbeit mit indischen Partnern zum Ziel, bessere Chancen für Benachteiligte zu erreichen. Die in den Fokus der Regierung geratene Kooperation läuft zurzeit. Die von Misereor unterstütze Organisation hilft den Ureinwohnern der Adivasi. „Wir kämpfen dort gegen Menschenrechtsverletzungen“, erklärt Allgaier. Durch Staudammprojekte sei der Lebensraum der Menschen bedroht. Die Partnerorganisation informiere die Ureinwohner über ihre Rechte.

Misereor vermutet, dass mit der „Liste“ Stimmung gegen die Hilfswerke gemacht werden soll. Der Hintergrund: Oft stehen die Hilfsorganisationen den wirtschaftlichen Interessen im Weg. Tatsächlich wirft die indische Regierung den Organisation auch vor, das Wirtschaftswachstum des Landes um zwei bis drei Prozent zu schmälern.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert