Posse um Pyramiden-„Geburtstag”

Von: dpa
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Kairo. Kann eine Pyramide Geburtstag haben? - Die seltsam anmutende Frage hat in Ägypten Politiker und Archäologen in einen bizarren Streit verwickelt.

Der Gouverneur der Provinz Al-Dschisa und damit praktisch „Hausherr” der weltberühmten Pyramiden, Sajid Abdel- Asis, will den kommenden Sonntag, den 23. August, zum Nationalfeiertag erklären. Genau an diesem Tag vor 4.600 Jahren soll seinen Erkenntnissen zufolge die Cheops-Pyramide, die älteste und größte der drei Pyramiden von Giseh, errichtet worden sein.

Zahi Hawass, Ägyptens staatlicher Chef-Archäologe, erhob dagegen Einspruch, berichtete die Tageszeitung „Daily News Egypt” am Dienstag. Er ersuchte den Gouverneur, auf die Proklamierung des Nationalfeiertags zu verzichten, bis „die Datierung des Baus abgeschlossen ist”. Andere Altertumsforscher nahmen auch kein Blatt vor den Mund.

Baubeginn oder -ende einer Pyramide auf den Tag genau datieren zu wollen, sei „ein Witz”, meinte der ehemalige Direktor des Ägyptischen Museums in Kairo, Mamduh Damati. Der Generaldirektor der Pyramiden-Ausgrabungsstätte in Giseh, Kamal Wahid, erklärte, die Festsetzung des 23. August als „Geburtstag” der Cheops-Pyramide beruhe auf „falscher Evidenz”.

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