„Hallewuffja”: Erste „Dackel-Wallfahrt” zur Gnadenkapelle in Kevelaer

Von: epd
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Kevelaer. Eine ungewöhnliche Wallfahrt findet am Samstag im niederrheinischen Kevelaer statt. Der Deutsche Teckel-Klub Niederrhein hat seine Mitglieder und ihre Vierbeiner zur „Dackel-Wallfahrt” aufgerufen, die ganz offiziell bei der Wallfahrtsleitung eingetragen wurde.

Bislang haben sich 90 Hundebesitzer angemeldet, wie Hans-Willi Liptow vom Teckel-Klub am Donnerstag erklärte.

Sorgen um Hundekot rund um die Marienbasilika und das Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten” sind laut Verband überflüssig. Man habe allen Hundebesitzern gesagt, dass sie für etwaige Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entsprechende Hygienebeutel mitbringen müssten, sagte Liptow.

Während in der kleinen Stadt die Meinungen über die Wallfahrt der Vierbeiner durchaus auseinandergehen, hat der zuständige Wallfahrtsrektor Stefan Zekorn keine Probleme damit. Er versichert, dass es bei der Veranstaltung „vor allem um die Menschen” gehe und dass die Hunde nur das seien, was die Menschen verbinde.

Die Veranstaltung findet nach Angaben des Verbandes von 13 bis 16 Uhr statt und beginnt mit einem gemeinsamen 45-minütigen Fußweg zur Gnadenkapelle. Die anschließende Segnung der Tiere und der Wallfahrtskerze ist für 14.30 Uhr vorgesehen. Wie die Veranstalter betonten, sind für ältere Hunde, Herrchen und Frauchen auch Pausen während der Wallfahrt eingeplant.

Viele Einwohner der kleinen niederrheinischen Stadt sehen die Vierbeiner-Wallfahrt positiv. „Wenn ein Geistlicher Tiere segnet, dann meint er damit eigentlich die Menschen. Es geht schließlich doch darum, dass Haus- oder Nutztiere die Menschen in ihrem Alltag begleiten und zu ihnen gehören”, sagte ein Bürger. Andere Kevelaerer verweisen auf die Schöpfungsgeschichte und darauf, dass es auch an anderen Orten Gottesdienste für Haus- und Nutztiere gibt.

Selbst im Internet gibt es Stimmen zu der Dackel-Wallfahrt. „Hunde sind doch so angenehme Mitgeschöpfe, frag mal den heiligen Franziskus”, heißt es da unter anderem. Ein anderer Internet-Nutzer zeigt sich davon überzeugt, dass „Dackel selbstverständlich den Rosenkranz beten” könnten und ein dritter kommentiert kurz und schmerzlos: „Hallewuffja”.
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