Bundeswehr: Neue topographische Karten ungenauer als die alten

Von: ddp
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Erfurt. Der Geoinformationsdienst der Bundeswehr aus dem nordrhein-westfälischen Euskirchen hat am Dienstag die bundesweit ersten zivil-militärischen Karten des Thüringer Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (TLVermGeo) bekommen. Die vier topographischen Karten wurden im Maßstab 1:100.000 erstellt.

Im Frühjahr 2005 hatten das Bundesverteidigungsministerium und die Bundesländer beschlossen, bis 2011 eine neue topographische Karte im Maßstab 1:100.000 (1 Zentimeter auf der Karte = 1000 Meter in der Natur) als zivil-militärische Ausgabe herauszugeben. Bislang waren diese Karten im Maßstab 1:50.000 (1 Zentimeter = 500 Meter) für den militärischen Gebrauch üblich. Der neue Maßstab 1:100.000 entspricht den aktuellen Anforderungen nach Detailgenauigkeit und Übersichtlichkeit.

Die Karten werden bei Manövern gebraucht, finden aber auch im Katastrophenschutz eine Verwendung. Im Ernstfall könnten Militär und Hilfsorganisationen nun auf einheitliches Kartenmaterial im gleichen Maßstab zurückgreifen. Früher sei der Maßstab der Karten von Militär und zivilen Kräften unterschiedlich gewesen, was den gemeinsamen Einsatz im Ernstfall erschwert habe, sagte eine Sprecherin des Landesamtes.
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