Aachen - Wiedersehen mit Aachen: Martin Berner ist Solist in „Matthäuspassion“

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Wiedersehen mit Aachen: Martin Berner ist Solist in „Matthäuspassion“

Von: Sabine Rother
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Lied, Oper, Oratorium: Martin Berner – hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2007 mit seiner Partnerin Eva Bernard – mag die Abwechslung. Im dritten Jahr singt das ehemalige Aachener Ensemblemitglied in Nürnberg. Zur „Matthäuspassion“ kommt er nach Aachen zurück. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Auf das Wiedersehen mit Aachen freut er sich – und das nicht nur, weil das Herz des Opernsängers auch heftig für die geistliche Musik schlägt. „Wir haben noch gute Freunde hier, die wir endlich wiedersehen können“, sagt Martin Berner, der am Sonntag, 6. April, 17 Uhr, im Aachener Dom die Basspartie in Johann Sebastian Bachs „Matthäuspassion“ singen wird.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei.Domkapellmeister Berthold Botzet hat die Gesamtleitung, wenn Solisten, Domchor und das Ensemble Concerto Royal aus Köln die Serie „Kathedralklänge“ fortsetzen. Viele Rollen hat der 36-jährige Sänger auf der Bühne des Aachener Theaters verkörpert. Mit Generalmusikdirektor Marcus Bosch wechselte er zum Staatstheater in Nürnberg, wo er jetzt im dritten Jahr lebt und arbeitet.

Tochter Nora (neun Monate) wurde hier geboren, Sohn Elias war ein halbes Jahr alt, als Berner mit seiner Partnerin Eva Bernard, ebenfalls ehemaliges Ensemblemitglied in Aachen, nach Nürnberg zog. Den „Papageno“ in Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ hat er in Aachen und gleichfalls in Nürnberg gesungen. „Hier konnte ich in letzter Zeit einige neue Rollen übernehmen, die ich mir schon immer gewünscht habe“, erzählt er, darunter Mozarts „Don Giovanni“ und Rossinis „Guillaume Tell“ („Wilhelm Tell“), eine besondere Erfahrung.

Ein Stück Heimat

Kirchenmusik – ja, das ist ein Stück Heimat und Erinnerung an Studienzeiten. In Hamburg sang Berner bereits im „Neuen Knabenchor“ und wünschte sich schon damals, „ganz vorn“ zu stehen, als Solist. Im Laufe des Studiums gab es dazu reichlich Gelegenheit. „Ich habe mir damit phasenweise das Studium finanziert, und es war eine wichtige Erfahrung“, betont er. Bass oder Bariton? „Ich bin Bariton, aber Bachs Bass-Tiefen schaffe ich sehr gut.“

Oratorium oder Oper – gibt es Unterschiede in der Vorbereitung? „Ich genieße natürlich das Spiel in den Rollen“, so Berner. „Bei einem Werk wie der ,Matthäuspassion‘ liegt der Schwerpunkt allerdings noch mehr auf der Musik. Es ist schön, mit dem Orchester und dem Dirigenten in näherem Kontakt zu stehen, ohne Orchestergraben.“

Mit Berthold Botzet konzertiert er zum ersten Mal. „Wir haben uns kennengelernt, als er die Knabensoprane in der ,Zauberflöte‘ betreute“, erinnert sich Berner. In Aachen hat man zwar nicht viel Zeit füreinander, aber Berner ist optimistisch. „Die Partie ist mir vertraut, wir sprechen uns ab und haben einen Durchlauf, das genügt.“

Und in Nürnberg? „Ich übernehme die Partie des Grafen von Nevers in den ,Hugenotten‘ von Meyerbeer, darauf freue ich mich sehr“, so der Sänger, der Abwechslung liebt: Demnächst wird er im Staatstheater „Dr. Higgins“ in „My Fair Lady“ sein.

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