Aachen - Wenn ein Engel zwischen die ehrgeizigen Europäer gerät

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Wenn ein Engel zwischen die ehrgeizigen Europäer gerät

Von: Sarah Maria Berners
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Aachen. Ein tüchtiger, niederländischer Geschäftsmann, seine deutsche Ehefrau, die energische, europakritische Tochter, eine erfolgshungrige Schwägerin, ein karrieregeiler Landtagsabgeordneter und ein überforderter Engel - das sind die Protagonisten des Euregiodramas „Wunschkammer”.

Der Autor Erik-Ward Geerlings hat das Drama eigens für die Koproduktion von Theater K und der Maastrichter „Theatergroep Het Vervolg” im Rahmen des Festivals „Across the borders” geschrieben. Inszeniert von Hans Trentelman wurde das Stück nun im Theater K aufgeführt. Europa 1991.

Aufbruchstimmung. Der niederländische Bauunternehmer und überzeugter Europäer Arend Uding - brillant gespielt von Hans van Leipsig - stellt gemeinsam mit Frau Frieda (Annette Schmidt) sein Großprojekt „Eutropia” vor. Szenenwechsel: Angekündigt durch lauten Rock der Live-Band „Sungrazer”: Ein Engel (Christian Cadenbach) kommt und kündigt dem Unternehmer seinen Tod an.

Doch Arend ist Geschäftsmann genug, um einen Deal mit dem Engel einzugehen. Tragisch, komisch und teilweise grotesk nimmt der Untergang der so intakt und viel versprechend wirkenden Unternehmerfamilie seinen Lauf. Die Menschen wollen miteinander nichts zu tun haben”, stellt der Politiker Hupp, überzeugend dargestellt von Martin Päthel, verzweifelt fest.

Ein besonderer Reiz der deutsch-niederländischen Koproduktion liegt in ihrer Zweisprachigkeit. Wer kein Niederländisch spricht, der wird nicht jedes Wort, nicht jedes Detail verstehen, die Story aber bleibt - auch dank des Programmheftes - nachvollziehbar. Besonders Mieneke Bakker, die in ihrer Rolle als niederländische Geschäftsfrau Haske Uding kaum Deutsch spricht, überzeugt mit Körpersprache.
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