Was daraus entsteht, weiß noch niemand so ganz genau

Von: hjd
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Aachen. So ganz genau weiß noch niemand, was dabei rauskommen wird, deshalb war am Mittwoch auch viel von einem „Experiment“ die Rede. Mit einem „Euregionalen Fest der Amateurkünste“ (wobei „Amateur“ nicht wertend gemeint ist) soll die Bewerbung von Maastricht und der Euregio Maas-Rhein zur Kulturhauptstadt 2018 konkretere Formen annehmen.

Tausende Menschen sollen sich am 2. Juni im MVV-Stadion von Maastricht gemeinsam künstlerisch betätigen. Auch diese Formulierung bleibt bewusst vage, denn wie dieser Tag aussehen kann, wird sich erst im Laufe der nächsten Wochen und Monaten herauskristallisieren. Ein Experiment mit Prozesscharakter, bei dem vielleicht weniger der Akt der Aufführung, sondern der Weg dorthin das Ziel ist.

Jeder kann mitmachen

Gestern gab Guido Wevers, künstlerischer Leiter der Kulturhauptstadt-Bewerbung, gemeinsam mit seinen deutschen Partnern Rick Takvorian (Stadt Aachen) und Johannes Arens (Zweckverband Region Aachen) sowie Aachens GMD Kazem Abdullah als Schirmherr den Startschuss für die Bewerbung zum Festival im Stadion. „Eine Zusammenkunft von Amateurkünstlern in diesem Ausmaß hat es noch niemals vorher in der Euregio gegeben. Damit wird die heiße Phase auf dem Weg Richtung 2018 eingeläutet“, sagte Wevers. Intendant Jaap van Royen und Regisseur Sybrand van der Werf erläuterten die Details: Das Festival soll einen der vier Programmschwerpunkte der Bewerbung, „Speaking in Tongues“ (sinngemäß: in vielen Sprachen sprechen), aufgreifen. Wobei unter Sprachen nicht nur Deutsch, Niederländisch oder Französisch zu verstehen ist, sondern auch alle künstlerischen Ausdrucksformen: Musik, Theater, Literatur, Malerei oder Tanz. „Wir feiern die Diversität“, sagte Wevers.

Jeder, der sich auf diesen Gebieten betätigt, kann mitmachen und sich anmelden (siehe Box). In jeder der an der Bewerbung beteiligten fünf Regionen gibt es einen Koordinator (auf deutscher Seite: Helga Korthals), der wiederum mit je zehn professionellen Künstlern aus den verschiedensten Bereichen zusammenarbeitet, die die Amateure betreuen. Dies soll in eine zentrale Arbeitswoche vom 15. bis 21. April münden. Dort werden die Ergebnisse gesammelt und als Ideen wortwörtlich in Kisten verpackt. Aus diesen wird dann das Programm für den 2. Juni zusammengestellt.

Wie gesagt: Was aus den Kisten herauskommt, ist noch völlig offen. Alles wird jedenfalls gezeigt, versprechen die Organisatoren. Ziel ist es, 5000 Teilnehmer ins Stadion zu holen, und wenn es dann tatsächlich mehr werden, „finden wir auch dafür eine Lösung“. Wie gesagt: ein Experiment.

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