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Von Ägypten zur Pop-Art: In Düsseldorf startet Kunstmesse „ak”

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Antique und Kunstmesse
Antike Kunst der Galerie von Roswitha Eberwein aus Hannover wird auf der Düsseldorfer Antique und Kunstmesse dekoriert. Die Messe zeigt vom 11. bis 15. Februar von moderner Kunst bis zu altertümlichen Vasen alles für den Sammler. Foto: dpa

Düsseldorf. Bis zu 14.000 Besucher erwartet die „antique & kunstmesse” („ak”) in Düsseldorf. Von diesem Mittwoch an bieten 100 Händler aus Deutschland und den Nachbarländern bis zum 15. Februar erlesene Objekte aus vielen Jahrhunderten und mehreren Kontinenten auf dem Düsseldorfer Messegelände an.

Damit habe sich die erst seit drei Jahren bestehende Antik- und Kunstmesse für Sammler und Kunstfreunde trotz der Finanzkrise zu einer der stärksten Veranstaltungen dieser Art auf dem deutschen Kunstmarkt entwickelt, sagten die Organisatoren zur Vernissage am Dienstag. Das Angebot reicht von altägyptischen Funden wie einer 2000 Jahre alten Opferplatte bis zu Pop-Art-Werken Warhols.

Wohl gerade vor dem Hintergrund der Wirtschaftsprobleme „scheint der Handel in diesem Jahr besonders bemüht, Flagge zu zeigen”, erklären die Messe-Verantwortlichen.

So erwarten den zahlungskräftigen „ak”-Besucher statt Krisenstimmung etwa ein sommerliches Berlin-Gemälde des deutschen Impressionisten Max Liebermann („Große Seestraße”/um 1924) für eine knappe Million Euro oder das Motiv „Oberkassel” (450.000 Euro), das Andy Warhol 1981 im Auftrag eines Modehändlers von dessen Düsseldorfer Haus schuf und mit glitzerndem Diamantstaub überzogen hat.

Italienische Landschaften des Spätromantikers Oswald Achenbach („Blick auf den Vesuv”/1870) finden sich für rund 170.000 Euro; ein sommerliches „Gartenlokal” von Liebermann soll 650.000 Euro kosten.

Für Renoirs kleine südfranzösische Buschlandschaft (um 1905) werden 185.000 Euro verlangt. Freunde der alten Kunst finden eine 700 Jahre alte Schnitz-Madonna aus den Pyrenäen neben einer Zeichnung musizierender Engel des Venezianers Tiepolo für 39.000 Euro.

In der Moderne fallen eine „Fabrik und Wohnhäuser” (1925) des „Rheinischen Progressiven” Seiwert ebenso ins Auge wie ein konstruktivistischer Plakatentwurf des russischen Avantgardisten Lissitzky von 1920.

Eine Radierung des Belgiers James Ensor von 1893 oder Kirchners winzige Bleistiftzeichnung „Badende” (8500 Euro/1909) gehören zum Angebot der Grafiken wie das Beuys-Blatt „Zwei Robben” (2300 Euro) oder Nagel-Prägedrucke Ueckers.

Das große Angebot edler Möbel mit Preisen im zumeist fünfstelligen Bereich ist bestückt unter anderem mit einem Sekretär aus England mit facettiertem Spiegelglas oder einem süddeutschen Spieltisch (um 1750) aus diversen Edelhölzern. Elegant und schlicht ein Biedermeier-Tisch in Trommelform für 5600 Euro.

Die Düsseldorfer „antique & kunstmesse” war vor drei Jahren zum ersten Mal organisiert worden und hatte seinerzeit bei 55 Ausstellern rund 6000 Besucher. Weitere wichtige Messen dieser Art öffnen jährlich in Köln und in München.
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