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Vielseitig und verzaubernd

Von: scho
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Starke Leistung: Julia Brettschneider und Michael Hiller, die diesjährigen Träger des Kurt-Sieder-Preises. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ebenso erfrischend wie knapp gehaltene Begrüßungsreden führten das Publikum am Sonntag direkt ins Zentrum der Verleihung des Kurt-Sieder-Preises. Ein Preis, der dem „Übervater der Aachener Kulturszene nach dem Kriege”, so Hubert Herpers, Sparkassenvorstand und erster Vorsitzender der Stiftung, zu verdanken ist.

Mit dem Namen Sieder untrennbar verknüpft ist die Neuerstehung des Aachener Theaterlebens - ebenso wie die Kurt-Sieder-Stiftung und der Theaterpreis, der durch das Erbe der Eheleute Sieder finanziert wird.

Manfred Langner, noch „Hausherr” im Grenzlandtheater (GTA), war sichtlich begeistert von der kontinuierlichen Qualität der preisgekrönten Mimen, die aus dem GTA und dem Theater Aachen kommen. Julia Brettschneider, 1975 in Hamburg geboren, begeistert das Publikum im Stadttheater schon länger.

Doch sie imponiert nicht nur als Schauspielerin und mit ihrer „gelungenen Gratwanderung zwischen Eleganz und Technik, so lässig, sportlich, kindlich oder verführerisch”, wie es in der Laudatio von Kuratoriumsmitglied Eva Rother hieß.

Brettschneider entzückt auch als ausgebildete Puppenspielerin; zuletzt verzauberte sie mit Wiebke Alphei im Puppenspiel „Frau Meier, die Amsel” Kinder und Erwachsene.

Ihr Dank ans Publikum bestand dann auch in einer Szene mit Alphei und den famosen Puppen Frau Meier und Herr Meier, die sich über einen Lottogewinn die kleinen Köpfe zerbrechen.

Nicht weniger hinreißend der Schauspieler Michael Hiller, der zuletzt in der Revue „Buntesrepublik” im GTA als spießiger Unternehmer Bunte einen starken Auftritt hatte. Der 48-Jährige, der aus der Nähe von Görlitz stammt, kennt „Krisen gleich aus zwei Deutschländern”, beschrieb Laudatorin Annette Bosetti seinen Lebensweg.

1986 gelang ihm die Flucht nach Westdeutschland. Komödiantisch und musikalisch sein reichhaltiges „Danke-Programm” fürs Publikum: köstlich sein frustrierter „Souffleur”, der sich als verkannter Mime outet, bös provozierend der Song aus dem Musical „The Producers”.
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