Unbändige Kraft der Farben

Von: Eckhard Hoog
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Ihr Metier ist die Farbmalerei: Marita G. Weiden zeigt neue faszinierende Werke ab Samstag bis zum 3. März in der ehemaligen Reichsabtei in Kornelimünster. Foto: Andreas Herrmann

Kornelimünster. „Und? Haben Sie Energie daraus gewonnen?“, fragt die rheinische, in Hückeswagen geborene Malerin Marita G. Weiden gespannt den ersten Besucher ihrer Ausstellung in der Sammlung Kunst aus NRW in Kornelimünster. Und man mag ihr gerne versichern: „Unbedingt. Dieser unbändigen Kraft der Farben kann sich kein Mensch entziehen.“

Farben, ihrer Magie und ihrer Macht hat sich die Künstlerin verschrieben, die zum ersten Mal in den 90ern vom Land NRW mit einem Ankauf gefördert wurde. Die Ausstellung zeigt nun ihre jüngste Entwicklung ab 2008, seitdem die ehemalige Schülerin von Gotthard Graubner und Gerhard Richter an der Düsseldorfer Kunstakademie ihre Malerei noch einmal vervollkommnet hat.

Spontan hingeworfen, in meisterhafter Verwendung reiner Pigmente, erreicht die Künstlerin mit unzähligen Lasurschichten eine faszinierende Leuchtkraft und Tiefe – und das bei der Variation von zumeist nur einer einzigen Farbe. Wochenlang lässt sie ihre halbfertigen Bilder ungesehen liegen, um erneut frisch anzusetzen – erst nach einem ganzen Jahr Arbeit daran pflegt sie, zufrieden zu sein.

Und dann glaubt der Betrachter, in glühende Schlünde, feurige Eruptionen, ozeanische Tiefen, arktisches Eis, kosmische Nebel oder ferne planetarische Welten zu blicken – kurz: Er versenkt sich in energiegeladene Bilder voller Spannungen, die aus nichts anderem als aus purer Farbe gewonnen wurden.

Quadratische, sehr unterschiedlich gestaltete Tafeln, zusammengesetzt zu vielteiligen Tableaus, zähmen in ihren Kontrasten die volle Ladung der Einzelbilder zu einem harmonischen Ganzen.

Die sehenswerte Schau in Kornelimünster ist nach Siegburg die zweite Station einer fünfteiligen Ausstellungstournee; Bergkamen, Trier und Gelsenkirchen folgen noch.

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