Köln - Umjubelte Premiere der Trommler von „Yamato”

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Umjubelte Premiere der Trommler von „Yamato”

Von: Susanne Schramm
Letzte Aktualisierung:
Schwindelerregend: Yamato mit
Schwindelerregend: Yamato mit neuer Show in Foto: Masa Ogawa

Köln. Um einige Programmpunkte des Sommerfestivals in der Kölner Philharmonie braucht man sich vorab keine Gedanken zu machen. Dazu gehören zweifelsohne „Yamato - The Drummers of Japan”.

Die Trommler haben in der Domstadt ein treues Stammpublikum, und das wurde seit dem ersten Gastspiel 2002 noch nie enttäuscht. Auch nicht bei der Premiere der neuen Show „Gamushara”.

Schon zu Anfang gibt es Szenenapplaus. Etwas, das sich während der Inszenierung, die in acht Choreographien - zwischen Akatsuki (Morgenröte) und Gamushara (Beharrlichkeit) - ein Feuerwerk klingender Kraft, meditativer Präzision und poetischer Bildgewalt entzündet, ständig wiederholt.

Zweimal 50 Minuten (mit 20 Minuten) Pause vergehen mit einer Schnelligkeit, die ebenso verblüffend ist wie die, die die sechs Männer und fünf Frauen an den Tag legen. Sie lassen die Trommelstöcke auf die kleine, mit Schnüren gespannte Shime-Daiko oder die bauchige, einem Bierfass ähnelnde Miya-Daiko sausen, drehen sich dabei um die eigene Achse und wechseln beständig die Richtung. Beim Zusehen erzeugt das Schwindel.

Wer „Yamato” häufiger erlebt hat, frohlockt, wenn die Chappas, die kleinen Zimbeln aus Bronze, auftauchen. Denn dann kommt der komödiantische Teil, mit angetäuschtem Tennisspiel und dem augenzwinkernd ausgetragenen Kampf um die Gunst des Publikums, das sich im rhythmischen Klatschen üben darf. Die Lichtregie ist ausgefeilter, die Kulissen geraten opulenter, ohne die Grenzen zum Kitsch zu überschreiten. Leise und laute Stücke, Solo- und Ensemble-Nummern wechseln sich zudem sehr ausgewogen ab.

Weitere Termine bis Sonntag, 5. August, Kölner Philharmonie, Bischofsgartenstraße 1. Ab Dienstag, 7. August, bis Sonntag, 19. August, an der Deutschen Oper am Rhein.
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