Maastricht - Studie: Globaler Kunstmarkt stabiler als erwartet

Whatsapp Freisteller

Studie: Globaler Kunstmarkt stabiler als erwartet

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Maastricht. Der weltweite Kunstmarkt ist trotz der Weltwirtschaftskrise stabiler als erwartet.

Anstelle teurer Autos, Jachten oder Privatjets hätten sich wohlhabende Käufer „Vermögensformen mit längerfristigen und fühlbaren Werten wie Kunst und Antiquitäten zugewandt”. Dies betont eine von der European Fine Art Foundation als Organisator der jährlichen Kunstmesse TEFAF in Maastricht in Auftrag gegebenen Studie. „Man besinnt sich auf die seriösen Werte”, sagte eine TEFAF-Sprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa .

Diese Veränderung des Kaufverhaltens im Bereich von Luxusgütern habe dem internationalen Markt für Kunst und Antiquitäten geholfen, die weltweite wirtschaftliche Krise zu meistern. Der Anteil von Kunst bei den „Investitionen aus Leidenschaft” unter den Käufern mit einem investierbaren Vermögen von mindestens einer Million Dollar sei von 20 Prozent im Jahr 2006 auf 25 Prozent im Jahr 2008 gestiegen, „da Investoren nach Vermögensformen von dauerhafterem Wert suchten”.

Nach bisherigen Schätzungen seien die Umsätze des weltweiten Markts für bildende und angewandte Kunst 2009 weiter gefallen und zwar um 26 Prozent gegenüber 2008 auf 31,3 Milliarden Euro. „Dennoch liegen die Umsätze im Jahr 2009 immer noch weit über dem Niveau des Kunstmarkts vor 2006”, betont die TEFAF-Studie. Im Jahr 2008 lag der Gesamtumsatz des weltweiten Kunstmarkts noch bei 42,2 Milliarden Euro. Dies seien 12 Prozent weniger als der Spitzenwert von 48,1 Milliarden Euro 2007.

Die Verteilung von Reichtum auf der Welt habe sich ebenfalls positiv auf den Kunstmarkt ausgewirkt. „Während die meisten älteren Volkswirtschaften des Westens derzeit einen Wirtschaftsrückgang verzeichnen, zeichnen sich viele der neuen Kunstmärkte noch durch positives Wachstum aus”, betont die Studie. In China und Indien sei ein Wachstum von 9 Prozent und 6 Prozent im vergangenen Jahr ermittelt worden. Mit je gut einem Drittel am gesamten Umsatz des Weltkunsthandels hätten die USA und Großbritannien weiterhin den Markt für Kunst und Antiquitäten deutlich dominiert.

Zur TEFAF in Maastricht, die als weltweit bedeutendste Messe für Kunst und Antiquitäten gilt, werden vom 12. bis 21. März 263 Aussteller aus 17 Ländern erwartet. Dies sei erneut eine Rekordzahl. Die Aussteller zeigen rund 30 000 Objekte, die 5000 Jahre Kunstgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart dokumentieren.

Die Homepage wurde aktualisiert