Würselen - Schön soulig: Max Mutzke auf Burg Wilhelmstein

Sturm

Schön soulig: Max Mutzke auf Burg Wilhelmstein

Von: Stefan Schaum
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Soul im Blut: Max Mutzke auf Burg Wilhelmstein. Foto: Stefan Schaum

Würselen. Nett sein. Max Mutzke kann nicht anders. Er hat nicht die Entrücktheit eines Stars, auch taugt er nicht zur Rampensau. Umso beeindruckender, wie schnell der 28-Jährige sein Publikum auf Burg Wilhelmstein um den Finger wickelt, wie fest er es zwei Stunden lang im Griff hat.

Dass dieser Sänger eine der stärksten, markantesten, souligsten, faszinierendsten Stimmen Deutschlands hat, dürfte der Grund sein.

Dass dieser Sänger eine der stärksten, markantesten, souligsten, faszinierendsten Stimmen Deutschlands hat, dürfte der Grund sein.Als Mutzke 2004 eine Casting-Show von TV-Moderator Stefan Raab gewann, mit dem Siegertitel „Can´t Wait Until Tonight” auf Platz Eins der Charts schoss und Deutschland respektabel beim Eurovision Song Contest vertrat, war fraglich, ob er einen eigenen Weg finden würde. Doch genau das hat er getan.

Spätestens mit dem dritten, aktuellen Album „Black Forest”, auf dessen Songs beim Konzert der Schwerpunkt liegt. Die bieten zwar etwas weniger Pop, dafür aber mehr Soul und hier und da einen angenehmen Hauch von Jazz. Es ist eine reife, eigenständige Musik, die Mutzke seinem Publikum präsentiert.

Seine junge, fünfköpfige Band liefert dazu einen dichten und druckvollen Sound ab. Wabernde Retro-Keyboard-Klänge und funky Gitarren treiben die zumeist flotten Songs an. Balladen gibt es seltener, eine Ausnahme ist die Hymne „Can´t Wait Until Tonight”, die vom Publikum geschlossen mitgesungen wird. Der Rest des Materials fällt qualitativ keinesfalls ab: Ob das intime „Schwarz auf Weiß” - bei dem ein Fan seiner Auserwählten auf der Bühne erfolgreich einen Heiratsantrag macht - oder das Stück „Sommerregen”, eine aufregende Coverversion der Fantastischen Vier, bei der außer dem Text nichts mehr an das Original erinnert. Auch die Bearbeitung des Style-Council-Klassikers „Shout To The Top” zeigt, dass Mutzke guten Geschmack hat.

Die Augen behält er während seines Vortrags nur selten geschlossen. Dieses Markenzeichen ist einem Bewegungsdrang gewichen, der Mutzke beizeiten quer über die Bühne flitzen lässt. Auf große Gesten verzichtet er dabei. Er lässt die Musik sprechen und die Zuhörer quittieren die Songs mit etlichen Ovationen. So wird es ein Abend, der wie der Sänger ist: richtig gut - und mehr als bloß nett.
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