Würselen - Schnell wie die Klappergrasmücke

Schnell wie die Klappergrasmücke

Von: Rauke Xenia Bornefeld
Letzte Aktualisierung:
Gelungener Saisonauftakt auf B
Gelungener Saisonauftakt auf Burg Wilhelmstein: Beim Schlussapplaus ließen sich das Andreas Varady Trio, Ulan und Bator sowie Jimmy Kelly und seine Band feiern. Foto: Wolfgang Sevenich

Würselen. Die Picknickkörbe werden wieder gepackt, die Käsewürfel geschnitten, die Rotweinflaschen entkorkt - die Saison auf Burg Wilhelmstein hat am Freitagabend begonnen. Traditionell mit dem „Blind Date”: Drei unbekannte Acts locken die gutgelaunten Publikumsmassen auf die Würselener Freilichtbühne.

„Menschen helfen Menschen”

Noch eine Tradition: Die Künstler verzichten an diesem Abend auf ihre Gage und tragen dazu bei, dass die Hilfsaktion „Menschen helfen Menschen” immer wieder unverschuldet in Not Geratenen wieder auf die Beine helfen kann. Acht Millionen Euro standen dafür, berichtete Moderator Robert Esser, Redakteur unserer Zeitung, seit 1988 bereits zur Verfügung. Da rauschte erstmals tosender Beifall die steilen Publikumshänge herab.

Den nächsten Applaus holte sich das Andreas Varady Trio: Zwei Jungs und ihr Vater eroberten das Publikum mit verschmitztem Lächeln und gelebtem Jazz. Der 14-jährige Andreas gilt als Gitarrenjazz-Wunderkind, der in dieser Saison noch auf dem Montreux-Festival spielen wird. Ob er da auch aus den ersten Reihen mit Gummibärchen versorgt werden wird, ist allerdings fraglich. Sein Bruder Adrian, zehn Jahre alt, saß am Schlagzeug und feierte mit Bravour seine Konzertpremiere.

Ebenfalls Premiere, wenn auch nur in Aachen, hatten Ulan und Bator - zwei, ja was eigentlich: Comedians, Kabarettisten, Dada-Künstler, Schauspieler? Von allen ein bisschen und das in einer genialen Mischung.

Perfekt getimet, mit bewundernswerter Körperbeherrschung und Schnelligkeit geht es von der Klappergrasmücke über die Phrasendreschmaschine in Fernsehserien bis hin zu „Schreng”, einem ziemlich dadaistischen Singsang im Duett.

So war der Boden bereitet für Jimmy Kelly und seine Band. Jimmy Kelly hat seine musikalischen Wurzeln - die Straßenmusik - wiederentdeckt und eine fünfköpfige Straßenmusikerband um sich geschart. „Viva la Street” heißt ihr Programm, mit dem sie am Ende des dreistündigen Programms doch noch alle von den Sitzen rissen. Ein sehr gut gelungener Abend und ein erstklassiger Einstieg in die Open-Air-Saison.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert