Rollende Praxis für arme Hunde

Von: epd
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<b>Düsseldorf. </B>In Düsseldorf rollt jetzt ein Tierarztmobil für „tierische Gefährten” von Obdachlosen durch die Straßen. Als bundesweit erstes Projekt dieser Art soll die rollende Tierarztpraxis „Underdog” an Orten Station machen, die von Obdachlosen aufgesucht werden, wie die Initiatoren am Freitag ankündigten.

Die Finanzierung sei zunächst für drei Jahre gesichert. Träger des Projektes ist das Düsseldorfer Obdachlosenprojekt „Fifty-fifty”. Schätzungen zufolge leben in der Landeshauptstadt rund 200 Obdachlose mit ihren Tieren auf der Straße.

Ein unentgeltlich arbeitendes Team von drei Tierärzten bietet jeweils am Mittwochnachmittag eine „tierische Sprechstunde an. Darüberhinaus fahren zwei Mitarbeiter des Projektes in der Woche täglich zu den Wohnungslosen. Angeboten werden Tipps für das Verhalten mit dem Tier, Prävention, Impfungen bis hin zur Operation. Das Gefährt kostete den Angaben rund 55.000. Die Betreiber rechnen mit weiteren monatlichen Kosten von rund 500 Euro für Versicherung, Sprit, Steuer und Medikamente, die über Spenden eingenommen werden sollen.

Das Land NRW steuert in den ersten drei Jahren 70 Prozent der Kosten für die beiden Halbtagskräfte bei, die in „aufsuchender Straßensozialarbeit” mit dem Tierarztmobil unterwegs sind. Mit dem Angebot sollen zunächst die Tiere versorgt werden. „Aber es geht auch um die Obdachlosen, denen diese Tiere gehören”, erklärte Hubert Ostendorff von Fifty-fifty.

„Wir erreichen dadurch nicht zuletzt besonders verelendete Menschen mit ihren Tieren, die bisher das Hilfesystem nicht mehr oder kaum in Anspruch nehmen”, erläuterte Franziskaner-Bruder Matthäus Werner. Der Name Underdog wolle deutlich machen, dass sich Tierärzte auf der Straße um streunende Hunde von Menschen kümmern, die selbst ohne feste Bleibe seien, hieß es. Das Nummernschild des Fahrzeugs lautet dementsprechend: D-OG-5050. Die vier Zahlen verweisen auf die Obdachloseninitiative Fifty-fifty.

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