„Rekord-Rembrandt” auf der Maastrichter Kunstmesse

Von: dpa
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Für das bislang teuerste Rembrandt-Gemälde in Privatbesitz wird ein neuer Käufer gesucht. Der New Yorker Kunsthändler Naumann bietet für 34 Millionen Euro auf der diesjährigen Kunstmesse TEFAF in Maastricht an. Foto: Otto Naumann Ltd./ TEFAF Maastricht

Maastricht. Für das bislang teuerste Rembrandt-Gemälde in Privatbesitz wird ein neuer Käufer gesucht. Der New Yorker Kunsthändler Otto Naumann bietet das „Porträt eines Mannes mit den Händen in den Hüften” für 34 Millionen Euro auf der diesjährigen Kunstmesse TEFAF (18. bis 27. März) in Maastricht an.

Das teilte Naumann nach Angaben niederländischer Medien vom Freitag mit. Der „Rekord-Rembrandt” gehört zu den Prunkstücken der TEFAF, die zu den bedeutendsten Kunst- und Antiquitätenmessen der Welt zählt.

Naumann hatte das 107 mal 87 Zentimeter große Werk Rembrandts (1606-1669) erst vor gut einem Jahr in London für umgerechnet 23,5 Millionen Euro ersteigert. So viel Geld sei nie zuvor für ein Gemälde des niederländischen Künstlers gezahlt worden, erklärte das Auktionshaus Christies im Dezember 2009. Die hohe Preisvorstellung für das Porträt eines Mannes, der Stolz und Selbstbewusstsein ausstrahlt, entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Der einst reiche Rembrandt van Rijn, der verarmt starb, hatte das Bild 1658 auf dem Höhepunkt seiner finanziellen Krise in Amsterdam gemalt.

Zu den Highlights der diesjährigen TEFAF - die Abkürzung steht für The European Fine Art Fair - gehören auch die imposante Skulptur „Mother and child seat” von Henry Moore (1983), Pierre-Auguste Renoirs Darstellung seines Sohnes Claude „La leçon” aus dem Jahr 1906 und eine mehr als 7000 Jahre alte griechische Statuette.

Insgesamt bieten auf der TEFAF 2011 rund 260 Aussteller aus 16 Ländern mehr als 30.000 Kunstwerke an. Neben den etablierten Zentren des Kunst- und Antiquitätenmarktes in Europa und Nordamerika nehmen auch Händler aus Südkorea, Uruguay und Argentinien teil.

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