Aachen - Programm zu „Motortown”: Brandherde in der Diskussion

Programm zu „Motortown”: Brandherde in der Diskussion

Von: sar
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Wird in Aachen zu Gast sein: Avi Primor. Foto: ddp

Aachen. Die Nähe zur Gegenwart ist brennend aktuell: Im Rahmen der Inszenierung des Stücks „Motortown” von Simon Stephens im Großen Haus des Theaters Aachen, (Premiere 17. Januar, 19.30 Uhr) haben Theater und Stadt ein Programm entwickelt, das an zehn Abenden kompetente Gesprächspartner bietet.

„Nach dem Krieg - Individuelle und gesellschaftliche Folgen” lautet das Motto. Hat der norwegische Friedens- und Konfliktforscher Johan Galtung mit dem Vortrag „Der amerikanische Imperialismus” (Montag, 12. Januar, 20 Uhr) das Themenfeld eröffnet, gibt es eine „Kostprobe” zum Stück (13. Januar, 19 Uhr) bei freiem Eintritt.

Schon das erste Podiumsgespräch (Mittwoch, 14. Januar, 19.30 Uhr, Moderation Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung) lässt auf prägnante Aussagen hoffen. Mitwirkende sind General Egon Ramms, Kommandeur des Alliend Joint Force Command Brunssum der Nato, gemeinsam mit einem Amerikaner ranghöchster Kommandierender der Nato in Afghanistan.

Er trifft auf Andreas Buro von der deutschen Friedensbewegung und Träger des Aachener Friedenspreises 2008, sowie auf Avi Primor, 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Deutschland. Der Publizist und Diplomat gilt als einer der wichtigsten Verfechter des deutsch-israelischen Dialogs. Hinzu kommt der einstige WDR-Journalist Manfred Erdenberger, Gründer und Sprecher der „Deutschen Initiative für den Nahen Osten” (Dino).

Nach dem Film „Marc of Cain” (15. Januar, 20 Uhr, Kammerspiele), der Installation „Reise durch das Dunkel” (16. Januar 20 bis 22.30 Uhr, Theater) hält der Psychiater Jonathan Shay (18. Januar, 11 Uhr, Kammerspiele) einen Vortrag zum posttraumatischen Syndrom der Kriegsheimkehrer.

Hans-Werner Kroesinger, bekannt durch seine Arbeit für das dokumentarische Theater, betreut am 19. Januar, 20 Uhr (Spiegelfoyer) das Treffen von Kriegsteilnehmern wie Brigadegeneral Kurt Helmut Schiebold, Stabshauptmann Kunibert Sack und Hauptfeldwebel Marco Zabe sowie Bastiaan Everink, Elitesoldat im ersten Irakkrieg und heute Sänger im Ensemble des Theaters.

Abschließend betrachtet man Parallelen zwischen „Woyzeck” und „Motortown” (20. Januar, 20 Uhr) und denkt über „Heilung und Tragödie” nach (21. Januar, 21 Uhr, beides Spiegelfoyer.).
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