Würselen - Partystimmung: Quadro Nuevo begeistern auf Burg Wilhelmstein

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Partystimmung: Quadro Nuevo begeistern auf Burg Wilhelmstein

Von: Markus Bienwald
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Ungewöhnliche Besetzung: Quadro Nuevo präsentierten unter anderem mitreißende Tango-Interpretationen – eine Perle des Sommerprogramms auf Burg Wilhelmstein. Foto: Markus Bienwald

Würselen. Ein leises Wimmern, eine zarte Stimme aus dem Instrument, ein zärtliches Streichen mit dem Bogen, und der letzte Tango war zu Ende: Spätestens mit ihren Tango-Interpretationen schafften es die Mitglieder von Quadro Nuevo, sich in die Herzen der begeisterten Menschen zu spielen. Der Auftritt der außergewöhnlichen Vier war ohne Zweifel ein absolutes Highlight im Sommerprogramm von Burg Wilhelmstein.

Mulo Francel (Saxofone, Klarinetten), D. D. Lowka (Kontrabass, Percussion), Andreas Hinterseher (Akkordeon, Vibrandoneon, Bandoneon) und Evelyn Huber (Harfe, Salterio) sorgten mit einer ungewöhnlichen Besetzung und einem außergewöhnlichen Klangbild für einen Drahtseilakt zwischen entspannter Partystimmung und absoluter Passion für die Musik. Mit einer unfassbaren Dynamik, die den Kompositionen waghalsige Details minuziös geplanter Improvisationen entlockte und dennoch nie den Blick für das Ganze des gerade gespielten Stücks verlor, zeigten Quadro Nuevo ihre ganz besondere Klasse.

„Dem ersten Paar, das tanzt, schenken wir eine CD“, forderte die Stimme des Quartetts, Mulo Francel, die Gäste im beinahe ausverkauften Auditorium auf. Getanzt wurde zwar nicht, aber auch den Picknickern unter den Besuchern war anzusehen, wie sehr sie die Musik genossen. Tiefgründig ging es beim klassischen „Tango del Mare“ zur Sache. Durch die harmonische Kombination aus Harfe, Kontrabass, Akkordeon, Mandoline und Saxofon entfalteten auch Perlen wie Charles Trenets „Que reste-t-il de nos amours“ eine atemberaubende Anziehungskraft.

So dürften es nur wenige Künstler schaffen, ein wie absterbend ausklingendes, live gespieltes Musikstück vor so vielen Menschen so aufzuführen, dass beim letzten Ton auch die berühmte fallende Stecknadel zu hören gewesen wäre. Applaus und Jubel waren zu Recht der Lohn für so viel Spielfreude und Lust an der Musik, auch wenn die Vier ob ihrer deutschsprachigen Herkunft vielleicht nicht für Tango-Snobs interessant sind, die ausschließlich argentinische Originale bevorzugen.

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