„Othello, c´est qui?”: Und dann knallt´s!

Von: pm
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Othello
„Othello, c´est qui?” wird im Theater Aachen gespielt.

Aachen. Regisseure können Schauspieler kirre machen. Vorsprechen lassen? Lieber trinken sie Kaffee! Rollen spielen lassen? Lieber ziehen sie sie psychisch und physisch aus! Schwarze spielen lassen? Lieber malen sie Weiße an!

Monika Gintersdorfer und Knut Klaßen lassen den Quatsch, lassen ihn vorführen - und lassen noch mehr: Schwarze spielen, Künstler von der Elfenbeinküste. Franck Edmond Yao zum Bespiel: In „Othello, c´est qui?” glänzt er an der Seite von Cornelia Dörr. Dass auch die funkelt, bewies sie bis 2006 am Theater Aachen. Jetzt spielt sie frei - und kehrt mit der beim Impulse-Festival als beste freie Produktion 2009 ausgezeichneten Inszenierung zurück. Ein perfides Meisterstück.

Unversehens rutscht man hinein in den Kernkonflikt der Shakespeare-Tragödie. Die Darsteller lernen sich kennen, albern herum, lästern - siehe oben - über Regisseure, persiflieren Othello-Aufführungen, schäkern übers Balzverhalten von Schwarz und Weiß. Und dann knallt´s - beim Thema Eifersucht. Aus lockerem Spiel wird theatraler Ernst, aus Yao Othello, aus Dörr Desdemona.

Weitere Aufführungen am 12., 22. und 23. Dezember in der Kammer des Theaters Aachen. Hingehen!
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