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NRW-Museen prüfen weiter Rückgabe von NS-Raubkunst

Von: ddp
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Düsseldorf. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen lehnt die Forderung des britischen Kunstexperten Sir Norman Rosenthal nach einem Ende der Rückgabe von NS-Raubkunst an die Erben der früheren jüdischen Eigentümer ab.

Die Museen würden weiter nach der bisherigen Praxis ihre Bestände auf eine eventuell notwendige Rückgabe überprüfen, sagte ein Sprecher von Kultur-Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (CDU) am Dienstag auf ddp-Anfrage.

In konkreten Fällen werde man sich mit der vom Bund eingerichteten Arbeitsstelle für Provenienzforschung in Berlin absprechen. Ziel sei eine „faire” Lösung jedes Einzelfalls. In den letzten Jahren hatte es aber nur wenige Rückgaben von Raubkunst aus NRW-Museen gegeben. Unter anderem waren Werke aus Köln und Wuppertal an die ursprünglichen Besitzerfamilien zurückgegeben worden.

Rosenthal hatte in einem „Spiegel”-Interview ein Ende der Rückgabe an die Erben der früheren jüdischen Eigentümer gefordert. „Mit der Rückgabe von ein wenig Kunst können Sie nichts wiedergutmachen, und man sollte diesen Eindruck auch nicht erwecken wollen”, sagte Rosenthal.
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