Neue Spielzeit am Theater Aachen: Klänge aus Kazem Abdullahs Heimat

Von: Jenny Schmetz
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Ein Berg von Spielzeit-Magazinen für die neue Saison am Theater Aachen: Schauspielchefin Inge Zeppenfeld (v. l.), Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck, Generalmusikdirektor Kazem Abdullah und der stellvertretende Verwaltungsdirektor Lothar Lennartz bei der Vorstellung der Pläne für 2014/2015. Foto: Harald Krömer

Aachen. Klänge aus seiner amerikanischen Heimat präsentiert Generalmusikdirektor Kazem Abdullah in der kommenden Saison am Theater Aachen. Los geht’s im Großen Haus am 21. September mit Leonard Bernsteins beliebtem Musical-Klassiker „West Side Story“ in einer Inszenierung von Ewa Teilmans.

Als deutsche Erstaufführung wird die neue Oper „Brokeback Mountain“ von Charles Wuorinen gezeigt. Der amerikanische Komponist mit finnischen Wurzeln vertonte die tragische Liebesgeschichte zweier schwuler Cowboys – weltbekannt wurde sie durch den oscargekrönten Hollywood-Film von Ang Lee.

Seine Serie mit Verdi-Opern setzt Abdullah nach „Simon Boccanegra“ und „Don Carlo“ mit der Schiller-Vertonung „Luisa Miller“ fort. Und seine Liebe für die slawische Oper wird wieder deutlich: Nach Dvoráks „Rusalka“ in dieser Saison ist ab 2015 Janáceks „Jenufa“ zu erleben.

Der neue erste Kapellmeister Justus Thorau (28) wird den Händel-Zyklus mit „Orlando“ vollenden und hat noch eine Portion deutsche Romantik parat: mit Webers „Freischütz“.

Das Schauspiel startet auf der Großen Bühne am 27. September mit einer Version von Kafkas Romanfragment „Der Prozess“. Es inszeniert der scheidenden Wuppertaler Schauspielintendant Christian von Treskow. Ansonsten hat das Theater neben vielen Komödien wie Molières „Menschenfeind“ oder Michael Frayns „Der nackte Wahnsinn“ – vor allem auf den kleineren Bühnen der Kammer und im Mörgens – viele neue Stücke und Projekte im Angebot: zum Beispiel die Doku-Science-Fiction „2050“ oder „I believe in you“, ein Generationenprojekt auf den Spuren der 68er.

Zu einem Publikumsrenner wird vermutlich wieder das Familienstück: Ab 21. November verteilt „Die Schneekönigin“ nach dem Märchen von Hans-Christian Andersen eisige Küsse.

Beim Konzertprogramm setzt Kazem Abdullah seine erfolgreiche Programmpolitik der bunten Vielfalt und stilistischen Gegensätze fort. Die Musik seiner amerikanischen Heimat spielt dort keine Rolle. Der Chef des Aachener Sinfonieorchesters erkundet stattdessen lieber weiträumig das europäische Repertoire. Ein ganz neues Orchesterwerk komponiert der gebürtige Aachener Anno Schreier („Prinzessin im Eis“) für das Karlsjahr: „Astolfo auf dem Mond“ beschäftigt sich fantasievoll mit Palatinen Karls des Großen.

Die neuen Spielplan-Magazine sind ab sofort im Theater erhältlich. Sie werden außerdem in Aachen verteilt und an die Abonnenten verschickt.

Der Vorverkauf für die Eröffnungspremieren startet am Freitag, 9. Mai. In der Saison 2014/2015 sollen die Preise stabil bleiben. Nur für das aufwendige Musical „West Side Story“ gibt es einen Preis-Zuschlag pro Ticket von ein bis fünf Euro.

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