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Musikalische Liebesaffären

Von: Pedro Obiera
Letzte Aktualisierung:
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Prominente Gäste im Ballsaal des Alten Kurhauses in Aachen: Geiger Daniel Hope und Pianist Sebastian Knauer. Foto: Bernd Schroeder

Aachen. Ein Doppel der besonderen Art bescherte der Pianist Sebastian Knauer im Rahmen der vom Kulturbetrieb der Stadt Aachen getragenen Reihe „Wort trifft Musik”. Unter dem Motto „Liebesleid - Liebestraum” ging er im Ballsaal des Alten Kurhauses Begegnungen großer Komponisten mit der Liebe nach.

Mit der Schauspielerin Barbara Auer näherte er sich den Sehnsüchten und auch Seitensprüngen großer Komponisten. Für den zweiten Teil hatte er den prominenten Geiger Daniel Hope zu einem Sonatenabend eingeladen. Der Saal war erstaunlicherweise nicht ausverkauft.

Liebesaffären spielten im Leben wohl aller Komponisten eine Rolle, auch bei so unterschiedlichen Meistern wie Manuel de Falla, Edvard Grieg, Felix Mendelssohn Bartholdy und César Franck. Den Höhepunkt des Abends setzten Hope und Knauer erwartungsgemäß mit einer rundum überzeugenden Interpretation von César Francks großer A-Dur-Sonate. Setzte Hope seinen blühenden und nuancenreichen Ton in drei Lied-Transkriptionen von Mendelssohn und der dritten Violinsonate von Edvard Grieg bewusst ein, um den intimen Charakter der Werke herauszustellen, öffnete er den Ton in Francks Meisterwerk zu symphonischer Größe. Den orchestralen Zuschnitt des Werks arbeitete das Duo mit kontrollierter Leidenschaft aus, und zwar auf höchstem musikalischem Niveau.

In dieser Rolle konnte auch Sebastian Knauer gefallen, auch wenn der Flügel im Ballsaal etwas dumpf tönte. Die Mischung großer Werke mit Miniaturen von Manuel de Falla und Mendelssohn unterstrich die stilistische Flexibilität des Geigers, der jedem Stück des Spaniers und jedem der drei Lieder des Deutschen eigene Konturen verlieh. Ohne jede artistische Attitüde und überzogene gestalterische Eigenmächtigkeiten.

Begeisterter Beifall für einen glänzenden Kammermusikabend in stilvoller Umgebung.
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