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Musikalische Experimente, ungewöhnliche Aufführungen

Von: Stefan Schaum
Letzte Aktualisierung:

Alsdorf/Aachen. Für das Konventionelle ist diese Kulisse beinahe zu schade. Musikalische Experimente, ungewöhnliche Aufführungen, frische Klänge - die möchte die Kölner Hochschule für Musik und Tanz künftig in Alsdorf auf die Bühne bringen.

Und zwar im Fördermaschinenhaus des Energeticons. Klassische Musik und Bergmannsarchitektur sind dort seit geraumer Weile ein gutes Gespann.

2001 spielten die ersten Musiker in der Halle, die damals noch wenig Charme verprühte. „Da gab es bloß nackte Wände und Leuchtstoffröhren”, sagt Bergbaumuseumsvereins-Mitglied Karl-Peter Schröder, der den kulturellen Beginn mitgestaltet hatte.

Heute ist das Ambiente ein anderes. Die kürzlich beendete, umfangreiche Renovierung hat aus dem Gebäude einen modernen Spielort gemacht, der seine Wurzeln stolz präsentiert.

Rustikale Maschinen flankieren die neue Bühne, über der neben Scheinwerfern noch die alten Kettenzüge hängen. „So etwas haben wir gesucht. Das ist ein ganz besonderer Ort.” Professor Reiner Schuhenn, Rektor der Musikhochschule, ist angetan von der neuen Spielstätte.

Sechs Aufführungen pro Jahr soll es dort geben. So steht es in einem Vertrag, den er jetzt gemeinsam mit Energeticon-Geschäftsführerin Birgit Godehardt und Alsdorfs Bürgermeister Helmut Klein unterzeichnet hat. Befristet ist die Kooperation zunächst auf ein Jahr. Steigt dann keiner der Partner aus, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres.

Etwa 1600 Studenten hat die Hochschule, 200 davon am Aachener Standort. Vor allem die sollen in den Genuss der neuen Umgebung kommen. „Musik braucht Räume und sie braucht Zuhörer. Für unsere Schüler gibt es hier ideale Bedingungen, sich zu präsentieren.”

Auch die Schulen in der Region wollen die Kooperationspartner ins Boot holen. So sollen Schüler bei Proben einen Blick hinter die Kulissen werfen und mit den Musikern ins Gespräch kommen können. Das kann schon bald der Fall sein, wenn die Vorbereitung der Produktion der Kammeroper „Jakob Lenz” von Wolfgang Rihm beginnt, die im Sommer zu sehen sein wird. Neun Darsteller und 13 Musiker werden dann im Energeticon üben.

Das erste Konzert findet am 16. Januar mit dem Kammerorchester der Hochschule statt. Birgit Godehardt erwartet viele hochkarätige Genüsse. Und eine Stärkung des Standortes. „Das ist ein weiterer wichtiger Baustein, um das Energeticon weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt zu machen.”

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