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Kurt-Sieder-Preis für Julia Brettschneider und Michael Hiller

Von: sar
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Aachen. „Es geht uns um die beste Schauspielkunst in Aachen”, betont die Aachener Journalistin Annette Bosetti, Vorsitzende des Kuratoriums der Kurt-Sieder-Stiftung, die alljährlich mit ihren Preisträgern ein Zeichen für „herausragende Leistungen” im Grenzlandtheater und im Theater Aachen setzt.

Diesmal dürfen sich die puppenspielende Schauspielerin Julia Brettschneider (Theater Aachen) und der tanzende, singende und spielende Michael Hiller (Grenzlandtheater Aachen) über diese freuen. Bereits zum fünften Mal wird die mit 4000 Euro pro Preisträger dotierte Auszeichnung verliehen.

„Damit spielen wir in der Bundesliga”, betont Annette Bosetti. „Ein solch hohes Preisgeld ist in Deutschland selten.” Die spannende Frage, wer diesmal die Auserwählten sind, beantwortete sie gemeinsam mit den „geborenen Mitgliedern”, Theater-Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck und (Noch-)Grenzlandtheater-Chef Manfred Langner, der seinen Nachfolger Uwe Brandt bereits in dieses Amt „einarbeitete”.

Als Justiziar im Vorstand der 2003 gegründeten Stiftung fühlt sich der Aachener Anwalt Dieter Bischoff sehr persönlich mit diesem Preis verbunden, der durch das Erbe der Eheleute Kurt und Gerda Sieder finanziert wird. Mit Georg Sieder, dem noch vor dem Vater gestorbenen Sohn der Sieders, war Bischoff in einer Schulklasse.

In Aachen verbindet sich mit dem Namen Sieder die Wiederbelebung des Theaterlebens nach dem Zweiten Weltkrieg. „Genau zu Ostern vor 63 Jahren hat Sieder hier, wo jetzt das Spiegelfoyer ist, die Oper ,Don Carlos inszeniert, das war ein großes Ereignis”, weiß Bischoff.

Wichtige Erinnerung

Zunächst Oberspielleiter im „Stadttheater”, dann Begründer des „Zimmertheaters”, das später zum „Grenzlandtheater” wurde und bis heute beachtliche Zuschauerzahlen vorweist, war Kurt Sieder mit seiner Ehefrau, der Sängerin Gerda Sieder, eine prägende Persönlichkeit für Aachen. Die Preisverleihung bietet eine schöne Gelegenheit, von ihm zu erzählen.

Im Rahmen einer Matinee zur Verleihung werden die Preisträger als Dankeschön am 26. April, 11 Uhr, im Grenzlandtheater ein Spezialprogramm präsentieren. Der Eintritt ist frei. Interessierte sollten sich jedoch bei der Theaterkasse in der Elisen-Galerie oder telefonisch ( 0241/4746111) anmelden. Neben der Preissumme gibt es übrigens ein echtes Bühnenbrett aus dem Theater Aachen als Symbol für die berühmten „Bretter, die die Welt bedeuten”.

„Die Auszeichnung lebt von den Menschen”, lenkt Annette Bosetti den Blick auf die Situation selbst gut beschäftigter Schauspieler in Deutschland. „Sie verdienen nicht besonders viel und führen ein Nomadenleben. Der Preis soll eine echte Unterstützung sein.”

Mit Julia Brettschneider wird eine Ausnahmekünstlerin geehrt, die an der renommierten Ernst-Busch-Schule in Berlin als Puppenspielerin ausgebildet wurde und durch ihr breites darstellerisches Talent auffiel - unter anderem bei „Liebe und Geld”, „Pünktchen und Anton” oder „Frau Meier, die Amsel”.

Michael Hiller war nicht nur ein großartiger Möbelfabrikant „Bunte” in „BuntesRepublik”, sondern auch ein glänzender Akteur in „Willkommen im Paradies” und anderen Stücken des Grenzlandtheaters. „Er trifft den Ton”, fasst Manfred Langner Hillers Können in kurze Worte. Zur Matinee werden sich beide etwas einfallen lassen.
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