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Kurpark Classix: Sternenhimmel möglichst inbegriffen

Von: Eckhard Hoog
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Nach vier Wochen Regen endlich
Nach vier Wochen Regen endlich Sonnenschein: Da strahlen die „Macher” der Aachener Kurpark Classix, (von links) der stellvertretende technische Direktor am Theater Aachen, Detlev Beaujean, Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch und Veranstalter Christian Mourad. Die Tribüne steht fast. Foto: R. Roeger

Aachen. Leicht bewölkt, mittags 17 bis 20, abends bis 16 Grad - und kein Regen! An keinem Abend, am Freitag, Samstag und Sonntag. Aachens Generalmusikdirektor Marcus R. Bosch strahlt mit Christian Mourad, dem Veranstalter der Kurpark Classix, um die Wette.

Zwar verspricht die Prognose für dieses Wochenende in Aachen kein Bilderbuchwetter, aber immerhin alles andere als die Sintfluten der vergangenen Woche.

Das 4. Open-Air-Festival im Kurpark kann steigen - und das womöglich auch noch unter einem lauschigen Sternenhimmel. Mit - wie berichtet - Stargast und Soullegende Dionne Warwick.

Seit Montag werden Bühne und Tribüne auf der leicht ansteigenden Parkwiese aufgebaut, am Mittwochabend fand der erste Soundcheck statt. Heute beginnen die Proben für vier Konzerte an drei Tagen. Den Kartenverkauf findet Mourad „zufriedenstellend”, bislang haben zwischen 8000 und 8500 Tickets bei den Musikfreunden Abnehmer gefunden. „Wir sind froh, wenn wir die 10.000 kratzen”, sagt er.

Das Equipment ist also bereits installiert. Detlev Beaujean, der stellvertretende berichtet von gleich mehreren Verbesserungen, die der Kurpark-Classix-Fan erwarten kann: Die Bühne ist 20 Zentimeter höher als sonst, die Tribüne um etliche Stufen erweitert, die „Picknickplätze” auf der Wiese am Rand der Tribünenpodeste reichen nun viel näher an die Bühne heran, und der Sound wurde mit einer neuen Anlage auch noch optimiert.

Optisch und akustisch also, versprechen die „Macher”, soll alles ein Hochgenuss werden, wenn das Programm am Freitagabend mit der „Night At The Opera” startet - wenn Maestro Bosch seinen Taktstock erhebt und die schönsten Melodien aus der französischen Opernwelt erklingen. Eine Gala voller Arien, Ensembles und Chöre, im Mittelpunkt - keine Frage - Georges Bizets „Carmen”. Keine Geringere als die Sopranistin Teodora Gheorghiu reist heute von der Wiener Staatsoper an, um mit dem koreanische Tenor Yikun Chung, der Schweizer Mezzosopranistin Leila Pfister und dem kanadische Bass Randall Jakobsh zu proben.

Ab heute wird auch das Umfeld auf dem Festivalgelände entsprechend „aufgebübscht”, um wieder „das gewohnte Niveau zu erreichen” (Beaujean).

„Tolle Atmosphäre”

„Die tolle Atmosphäre hat uns das letzte Mal sehr gut gefallen” - so begründet Jutta Nobis ihr Engagement aus dem Kreis der Sponsoren. „Das Angebot für die Kinder ist doch einzigartig. Und wie die Besucher hier beim Picknick Musik erleben - einmalig.”

„Classix For Kids” lautet das Motto am Sonntag um 11 Uhr, wenn Kultmoderator Malte Arkona vom Kinderkanal „Kika” ein Konzert über die verschiedenen Instrumente eines Orchesters begleitet - und womöglich dem einen oder anderen Musiker das „Gerät” stibitzt, um selbst daran zu streichen oder hineinzublasen. Jedenfalls dürften die „Kids” ihren Spaß haben. Und wenn sie bereits um 9 Uhr mit ihren Eltern zum Familienfrühstück im Kurpark an der Monheimsallee erscheinen (zum Preis von 12,50 Euro für Erwachsene und acht Euro für Kinder”, dann haben sie auch noch ein gutes, ein sehr gutes Werk getan: Der Erlös geht vollständig an den Hilfsfond für Kinder in Not in der Region Aachen „Nele und Hanns Bittmann e..V. Motto: „Frühstückt mit Malte!”

Zu diesem frühen Zeitpunkt wird das Publikum des Vorabends - Samstag, 20 Uhr - vermutlich noch träumen von der Begegnung mit Dionne Warwick bei „Classix And Friends”, die mit ihren 70 Jahren noch so dynamisch ist wie eh und je. Weltbekannt Hits erklingen dann im Schatten des Spielcasinos: „Don’t Make Me Over”, „I Say a Little Prayer”, „Message to Michael”, „This Girl’s In Love With You”, „I’ll Never Fall in Love Again” und wie sie alle heißen.

Auch das Sinfonieorchester Aachen fiebert den Konzerten entgegen. „Es ist gesund aus dem Urlaub zurück und voller Tatendrang”, erklärt Marcus R. Bosch - der im Übrigen durchaus überzeugend bekanntgibt, in den Ferien abgenommen zu haben. Allerdings mit sündhaftem Blick auf all die Schlemmereien, die die Küche des Spielcasinos zur Kurpark Classix bereithält. Bei diesem Teil des Gesamtprogramms hat das einschlägig interessierte Publikum allerdings bereits dermaßen zugeschlagen, dass alle Plätze ausverkauft sind.

Der Ausklang am Sonntagabend, 19.30 Uhr in der „Last Night” bietet dem Publikum auf den 1850 Sitzplätzen und den noch nicht zählbaren Picknick-Platzgelegenheiten auf der Kurparkwiese noch einmal einen Höhepunkt: die „Hymne des Rheinlandes”, wie Bosch sie nennt, Robert Schumanns Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97, die „Rheinische” eben - das Ergebnis einer Onlineabstimmung im Internet.

Und ehe der ganze Zauber mit einem angemessenen Feuerwerk endet, versprüht noch die Geigerin Rebekka Hartmann bei Sibelius’ Violinkonzert d-Moll op. 47 ihren Virtuosencharme.

Der Run auf die Karten kann beginnen!
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