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Künstler aus der Euregio: Professionell und vielseitig

Von: Eckhard Hoog
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53 Künstler des Berfusverandes Bildender Künstler Aachen/Euregio zeigen ab Mittwoch ihre Werke in der ehemaligen Rheinischen Nadelfabrik am Aachener Reichsweg: darunter Gisela Klaßen (links), an deren Fotoarbeiten auch Annett Hoffmann beteiligt war. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Raum versprüht als Relikt der ehemaligen Rheinischen Nadelfabrik den spröden Charme industrieller Brache - genau die richtige Atmosphäre für schnörkellose Kreativität und Kunst, bei der das handwerkliche Arbeiten noch großgeschrieben wird.

Der Berufsverband Bildender Künstler und Künstlerinnen Aachen/Euregio e.V. (BBK) veranstaltet nach 2008 in Herzogenrath wieder eine Jahresausstellung, diesmal in Aachen, am Reichsweg 19-42, Eingang Tor 3. Bis zur Eröffnung am Mittwoch, zu der sich die Aachener Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt angesagt hat, dürften die Besucher noch deutlichere Hinweise finden, um die Galerie auf Zeit auf dem weitläufigen Gelände zu finden.

Knapp 130 Mitglieder zählt der 1995 gegründete Aachener Bezirksverband des Bundesverbandes Bildender Künstler. Er steht den Kreativen beratend und unterstützend zur Seite, wenn es darum geht, die Existenz in jedweder Hinsicht zu sichern.

Unjurierte Schau

Fragen der Künstlersozialversicherung gehören ebenso dazu wie die Vertragsgestaltung oder die Wahrung des Urheberrechts. Eine verbandseigene Galerie wird in Aachen neben dem Ostfriedhof, Adalbertsteinweg 123 cd, betrieben.

Die Professionalität und Vielseitigkeit der Beteiligten soll möglichst jährlich eine Ausstellung dokumentieren, die jedem Mitglied die Chance einer Teilnahme gewährt. 53 sind es jetzt bei der unjurierten Schau. Malerei, Zeichnung Bildhauerei, Fotografie, Installation - kaum eine künstlerische Spielart fehlt, bis auf den neumodischen technischen Schnickschnack vielleicht.

Die Bronzefigur von Eugenie Bongs-Beer beweist dabei ebenso handwerkliche Qualität wie Karl-Heinz Jeiters großformatige Zeichnung und Karl von Monschaus Öl- und Acrylmalerei „Darkness”. Altmeister Fritz Rohde präsentiert seine ausdrucksstarken gemalten „Sonnenwinde”, während Susanne Walter eindrucksvoll dem Holzschnitt die Berechtigung, weiterleben zu dürfen, bescheinigt. Alle Künstler zu nennen, würde den Rahmen sprengen, es mag bei der Empfehlung bleiben, diesen außergewöhnlichen Kunstort zu besuchen, um sich selbst ein Bild vom Aachen-Euregionalen Schaffen zu machen.

Die Eröffnung (20.30 Uhr) findet im Anschluss an den Aschermittwoch der Künstler in der Kirche St. Fronleichnam, Leipziger Straße 19, in Aachen statt. Nach der Abendmesse (18.30 Uhr), spricht hier ein ausgewiesener Kenner der Szene zum Thema „Künstler in der Region” (19.30 Uhr): Wolfgang Becker, ehemaliger Direktor der legendären Neuen Galerie Sammlung Ludwig und des Ludwig Forums.

BBK-Jahresausstellung, ehemalige Rheinische Nadelfabrik, Aachen, Reichsweg 19-42, Tor 3. Eröffnung durch die Aachener Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt: am Mittwoch um 20.30 Uhr. Dauer: bis 24. März. Geöffnet: Di.-Fr. 12-18, Sa./So. 14-19 Uhr, 0241/4465564.
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