Karl Walter Sprungala und Elke Borkenstein geehrt

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Die Welt ist eine Bühne: Die Träger des Kurt-Sieder-Preises, Elke Borkenstein und Karl Walter Sprungala, mit Theater-Intendant Michael Schmitz-Aufterbeck (links), Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt (3.v.r.), Ralf Wagemann, Vorstand der Sieder-Stiftung (2.v.r.), und Annette Bosetti, Sprecherin des Kuratoriums. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Eigentlich waren die bequemen Sessel im Spiegelfoyer des Theaters Aachen gegen zahlreiche Stuhlreihen eingetauscht worden. Doch kurz vor Beginn der Verleihung des Kurt-Sieder-Preises an Karl Walter Sprungala und Elke Borkenstein wurden die braunen Lounge-Möbel wieder herangeschoben.

Zu viele Gäste wollten dabei sein, als die beiden Schauspieler am Sonntagvormittag ausgezeichnet wurden.

Man kennt Sprungala und Borkenstein - der eine tätig am Grenzlandtheater, die andere seit 2008 Ensemblemitglied am Theater Aachen - von der Bühne. Auch bei dieser Matinee stiegen die beiden natürlich wieder auf eben diese - um aber vielleicht mehr von sich Preis zu geben als sonst.

Die eine widerständig „mit einer manchmal beunruhigenden Ausstrahlung einer selbstbestimmten und selbstbewussten Frau” (Laudator Guido Rademachers, neues Mitglied im Kuratorium der Kurt-Sieder-Stiftung), der andere „umwerfend komisch, tiefgründig, geschmeidig im Körper und Geist” (Annette Bosetti, Kuratoriumsvorsitzende).

Sprungala hatte sich für seinen Part Allen Ginsbergs schon klassisches Gedicht „The Howl” (Das Geheul) ausgesucht: „Manchmal konnten meine Frau und ich nicht weiterlesen vor Ergriffenheit”, berichtet der sonst etwas verschlossene Schauspieler von intimen Gefühlen.

Ähnlich hintergründig hatte Elke Borkenstein für ihren Auftritt Denis Diderots „Das Paradox über den Schauspieler” gewählt und trug den Dialog gemeinsam mit Schauspielerkollege Roman Kohnle vor. Zum Schluss gab´s auch noch Musik: Heribert Leuchter (Saxophon) und Manfred Hilgers (Kontrabass) begleiteten die beiden Preisträger.

Dem Publikum gefiel´s ganz ausgezeichnet.

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