Karl-Heinz Walther-Preis für Mirjam Radovic

Von: Grit Schorn
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Gut eingerahmt: Intendant Uwe Brandt (links) und Hans Kauhsen, Vorsitzender des Fördervereins, gratulierten der strahlenden Mirjam Radovic zum Karl-Heinz-Walther Preis 2009. Foto: Ralf Roeger

Aachen. In bester Erinnerung: Als kesse, quirlige und liebenswerte Kammerzofe in Lessings „Minna von Barnhelm” konnte die junge Schauspielerin Mirjam Radovic vor einem Jahr im Grenzlandtheater Aachen (GTA) begeistern.

Trefflich die Laudatio von Hans Kauhsen, dem Vorsitzenden des GTA-Fördervereins, der „Frische und Sprachwitz” der Nachwuchsmimin hervorhob. „Zwischen Wirtshaus und Pensionszimmer” des Bühnenbildes hat Mirjam Radovic, gebürtige Mainzerin mit serbischen Wurzeln, sich mit ihrer großartigen Leistung für den Theaternachwuchspreis profiliert.

Gleich zwei Intendanten konnten der frischgebackenen Preisträgerin (27) herzlich gratulieren: Der neue Theaterleiter Uwe Brandt und der „Alte”, Manfred Langner, der inzwischen in Stuttgart bereits seine 10. Premiere feiern konnte.

„Ausgestattet” mit einem adventlichen Strauß und dem typischen roten Schal à la Karl-Heinz Walther, dem unvergessenen früheren GTA-Leiter, nahm die junge Frau aufgeregt, gerührt und dankbar” den Preis in Höhe von 2500 Euro entgegen.

Mit Live-Musik von Martin Erdmann unterstützt, präsentierte Mirjam Radovic ihr persönliches Programm vielgestaltig, unterhaltsam und mit Gesang. Eine kleine Szene aus „Minna von Barnhelm” brachte erneut die funkelnde Spielfreude der Darstellerin zum Leuchten. Höhepunkte der kurzen, aber köstlichen Vorstellung waren die Nöte bei bestimmten Terminen, sozusagen „die Angst des Schauspielers vorm Vorsprechen”, die Radovic bildhaft, komisch und überzeugend umsetzte.

Hinreißend ihre Version von Friedrich Hollaenders bittersüßem Lied „Wenn ich mir etwas wünschen dürfte”. Wohlverdienter Applaus für „die Kleine mit dem Riesentalent”, ein Lob, das von vielen Besuchern kam.
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