John Cashmore und Kaybee geben Jubiläumskonzert in Würselen

Von: Eckhard Hoog
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John Cashmore und Kaybee: Das Musical-Paar ist am 29. Juni in Würselen zu erleben mit dem Jubiläumskonzert „Gaudí meets Gambler“.

Aachen. Der 9. Oktober 1993 ging in die Aachener Theatergeschichte ein: 20 Minuten lang feierte ein restlos begeistertes Publikum die Premiere des Musicals „Gaudí“ mit überbordenden Ovationen, die man bislang in einem Stadttheater so nicht gekannt hatte.

Am 1. November 1993 titelte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ): „Provinz probt Broadway“. Der Rest ist bekannt – eine Musical-Achterbahn des Erfolgs mit Aufs und Abs über die Stationen Aachen, Alsdorf und Köln.

Seit vier Jahren in Diez

Allein: Die Musik von Eric Woolfson ist geblieben, die eingefleischte Fangemeinde in der Region sowieso, die Inszenierung von Elmar Ottenthal in bester Erinnerung, und John Cashmore ist als „Don Parker“ überhaupt unvergessen. 20 Jahre „Gaudí“ – das muss gefeiert werden: Der Hauptdarsteller von damals und seine Frau Kaybee kommen dem vielfach geäußerten Wunsch der Fans gerne nach und geben am 29. Juni in Würselen ein Konzert „Gaudí meets Gambler“ im „Royal Event Center“.

„Gaudí wird mich mein Leben lang im Herzen begleiten“, versichert Cashmore, den wir telefonisch am Mittwoch in seinem neuen Domizil in Diez an der Lahn erreichten. Dort lebt er seit vier Jahren mit seiner Frau Kaybee, dort betreiben sie ein Büro und entwickeln neue musikalische Bühnenformate, mit denen sie auf Tournee gehen. Dazu gehört das Crossover-Projekt „Klassik meets Rock“, ein schottisches Programm „Spirit of Scotland“ und eine deutschlandweite Reihe von Konzerten mit jeweils regionalen Chören und ausgesuchten Broadway-Melodien.

Doch: „Gaudí ist mein Schicksal“, sagt John – schließlich sind Kaybee und er darüber ein Paar geworden. Beste Erinnerungen also, die beide mit den Songs von Eric Woolfson verbinden. „Gambler“, das war das andere Musical aus der „Alan Parsons Project“-Feder, mit der Friedrich-Carl Coch, der Alsdorfer Musicalproduzent, damals die Gegend am Niederrhein erobern wollte. Premiere war in Mönchengladbach. So werden bei dem Konzert in Würselen nos-talgische Gefühle nicht ausbleiben, wenn die Musik von „Gaudí“ auch daran erinnert, dass einige der Protagonisten wie Woolfson, Coch und Martin Moss, der „Puppet Master“, früh gestorben sind.

Indessen dürften zwei stimmstarke Musicalkollegen, Jeannette und Jörg Zimmermann, beim Jubiläumskonzert schon dafür sorgen, dass die Stimmung in fröhliche Bahnen mündet – zumal einige Originalkostüme von damals aufgetrieben werden konnten und reichlich Video- und Bildmaterial das musikalische Programm aufschlussreich begleitet.

Die Aufführungsrechte der „Gaudí“-Show liegen im Übrigen bei einem Agenten in London. „Bislang wagte sich aber niemand an eine Neuinszenierung heran“, erzählt Kaybee. Das Publikum ist mit bombastischer Technik heute sehr verwöhnt – und das kostet.

Schade findet das Paar es, dass so gut wie keine neuen Musicals mehr komponiert werden – wie „Cats“ zum Beispiel oder „Phantom der Oper“. „Der Markt hat sich total verändert. Und er schrumpft.“ Eine Reihe von Coversongs, drumherum eine lockere Story gestrickt – fertig ist das Musical. „Unerfahrene 20-Jährige spielen häufig genug die Titelrolle.“

Gut, dass es die „alten Hasen“ gibt, die auch noch gerne Station in unserer Region machen.

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