Köln - Isaac Slade entlockt seinem Flügel Emotionen

alemannia logo frei Teaser Freisteller

Isaac Slade entlockt seinem Flügel Emotionen

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:
Isaac Slade/Fray
Emotional: Die Musik von Isaac Slade und seiner Band The Fray geht unter die Haut. Am Donnerstag spielten sie in der Kölner Essigfabrik. Slade entlockte seinem Flügel Emotionen und den Menschen Tränen. Foto: Thorsten Karbach

Köln. Klaviere geben in der Regel Töne von sich. Je nach Klavierspieler mehr oder weniger harmonische. Wenn Isaac Slade an dem schwarzen Yamaha-Flügel sitzt, entlockt er den Tasten vor allem Emotionen.

Er schließt dann die Augen, nein, presst sie geradezu zusammen und singt: „Step one you say we need to talk.” Isaac Slade und seine Band The Fray sind aktuell die wohl gefühlvollste Indie-Band der USA. Ihre Alben „How to save a life” und „The Fray” sind der romantische Beweis, dass sich durchaus Alben aufnehmen lassen, die ausschließlich balladeske Züge tragen - ohne kitschig oder langweilig zu werden.

Ihre Konzerte sind wiederum der Beweis, dass sich aus zwei balladesken Alben auch noch wundervolle Konzerte spielen lassen. Am Donnerstag waren sie in der Kölner Essigfabrik. Slade entlockte seinem Flügel Emotionen und den Menschen Tränen.

Im Schatten der hohen Fabrikschlote eines Mehlwerkes am Rheinufer verleihen Slade, Joe King, Dave Walsh, Ben Wysocki und Jimmy Stofer ihren Songs eine Dichte und vor allem Tiefe, die weit über die Albumproduktionen hinaus gehen. Sie geben ihren Songs einen Anstrich, von dem man sagen könnte, dass er unter die Haut geht. Also: Er geht unter die Haut. „Syndicate” und „You found me” werden in der Essigfabrik zwar recht früh verpulvert, aber The Fray verlieren niemals ihre Energie. „How to save a life” - Ein den US-TV Serien „Scrubs”, „Cold Case” und „Grey´s Anatomy” um die Welt gegangen -Êist sicherlich ein Höhepunkt - weil Slades Stimme von einem großen Chor - dem Publikum - übermalt wird.

Bei „Heaven forbid” bauen The Fray ein charmantes „Wonderwall”-Zwischenspiel ein. Charmant, witzig und emotionaler, als es Oasis je spielen könnten - auch wenn Isaac Slade dabei nicht am Piano sitzt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert