In unbekannte Welten

Von: Grit Schorn
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Aachen. In eine unentdeckte Welt (Terra Incognita) der Musik will Olaf Futyma das Publikum in Aachen führen.

Der aus Polen stammende Leiter des „Neue Musik Ensembles” hat in Aachen eine neue Konzertreihe ins Leben gerufen, die zeitgenössische Musik stärker „begreifbar” und erfassbar machen soll.

Die direkte Kommunikation zum Publikum steht hier im Mittelpunkt, was nicht nur Olaf Futyma, sondern auch Hans-Walter Staudte, Erster Vorsitzender der Gesellschaft für Zeitgenössische Musik (GZM), sichtbar freut. Spannend soll die Exkursion zu unentdeckten Regionen der Musik des 21. Jahrhunderts werden, das versprechen beide: Denn nicht lediglich als Konsumenten, sondern als „aktive Hörer” sollen die Besucher Teil eines interessanten Experiments werden. In drei Konzerten werden Werke in der Aachener „Klangbrücke” (Komphausbadstraße) von in Deutschland lebenden Komponisten in unmittelbarer Kommunikation mit dem Publikum besprochen und am gleichen Abend zweimal aufgeführt. Dankbar ist man für die Konzertförderung dem Deutschen Musikrat, dem Kulturbetrieb der Stadt Aachen, der GZM und der Sparkasse Aachen. Denn ohne diese Förderung wäre ein solch ambitioniertes Projekt wahrscheinlich gar nicht machbar.

Zu den renommierten Komponisten gehören Tobias PM Schneid mit dem fetzigen Stück „I´m dancing on the edge of time”. Hans Josef Winklers „Perch” nach einem Gedicht von Giuseppe Ungaretti erhielt 2001 den ersten Preis bei den 3. Weimarer Frühjahrstagen für zeitgenössische Musik.

„Atem des Herbstes”

Johannes Quint (seit 2009 Professor für Musiktheorie an der Musikhochschule Köln, Standort Aachen) präsentiert „niemals kann geschehen (Kafka - Studie 1)”. Anno Schreier lässt ein „Quintett” hören, Alexandra Filonenko macht den „Atem des Herbstes” hörbar und Ludger Singer stellt sein „Neues Werk” vor. Beim ersten Konzert am 17. April werden sich Sidney Corbett („The Longings”), Jakub Sarwas („Three O - 1,2,3”) und Conrado del Rosario („Equinoctial verses II) dem Publikum präsentieren.

Weitere Termine: Samstag, 17. April, Samstag, 18. September, Freitag, 10. Dezember, jeweils um 20 Uhr in der Klangbrücke Aachen (Altes Kurhaus). Eintritt 15 bzw. 10 Euro (Abendkasse).
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