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Hürden gemeistert: Zweites Kammerkonzert der Saison

Von: Pedro Obiera
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die mittlerweile zehnjährige Erfolgsgeschichte der städtischen Kammerkonzerte hält auch in ihrer Jubiläums-Saison ungebrochen an. Das Spiegelfoyer des Theaters kann dem Besucherandrang kaum noch standhalten. So auch am Sonntag im zweiten Konzert, dem ersten des neuen Jahres, das gleich mit einer kleinen Überraschung startete.

Felix Giglberger, Konzertmeister des Aachener Sinfonieorchesters, ließ sich bei Mozarts Violinsonate in G-Dur KV 302 von seinem Generalmusikdirektor, Marcus R. Bosch, begleiten. Es entstand eine unprätentiöse und saubere Interpretation in harmonischem Einverständnis.

Artistischer ging es anschließend in Jean Francaix´ quirligem Trio für Oboe, Fagott und Klavier zu. Ein vom federleichten Esprit des französischen Neoklassizisten getragenes Werk, das Arnd Sartor (Oboe), Konrad Werner (Fagott) und Volker Hiemeyer (Klavier) mit bestechender Spiellaune auf hohem technischem Niveau quicklebendig zu Gehör brachten.

Größere Probleme bereitete da schon das Hauptwerk des Programms, Brahms´ Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36. Die dichte Besetzung mit jeweils zwei Violinen, Bratschen und Violoncelli neigt zu klanglichen Verdickungen, die vor allem dem zarten Schwung des Kopfsatzes und dem Mendelssohn-artig dahinhuschenden Scherzo im Weg stehen. Die nötige Transparenz erfordert ein perfekt aufeinander abgestimmtes Ensemblespiel, das ad-hoc zusammengestellte Besetzungen nur schwerlich erreichen können.

So geriet auch in Aachen etliches schwerfälliger als gewünscht. Ein Eindruck, der sich im Adagio und dem furiosen Schlusssatz merklich besserte, so dass letztlich auch diese besonders schwere Aufgabe zufriedenstellend gelöst werden konnte. Kompliment an Fabian Grimm und Ulrike Fröhlich (Violine), Martin Hoffmann und Jindriska Kopecka (Viola) sowie Almuth Ensinger und Walter Mengler (Violoncello). Viel Beifall für ein interessantes Kammerkonzert, das heute Abend um 20 Uhr im Spiegelfoyer wiederholt wird.
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