Aachen - Hochinteressantes Kammerkonzert im Spiegelfoyer

Hochinteressantes Kammerkonzert im Spiegelfoyer

Von: Pedro Obiera
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Eine Serenade und eine Prise Jazz, passend zum Kaiserwetter, gingen Beethovens Klaviertrio Es-Dur op. 70 Nr. 2, dem Herzstück des 4. Kammerkonzerts im Theater Aachen, als Auftakt voraus.

Das gegenüber dem „Geister-Trio” op. 70 Nr. 1 weniger populäre Geschwisterwerk erfuhr nach einer verschleppten langsamen Einleitung eine betont kraftvolle Interpretation mit einem stark dominierenden Klavier und wenig Piano-Tönen. Dafür mangelte es nicht an zupackender Spielfreude, so dass Pietr Oleniecki (Violine), Matheusz Kwiatkowski (Violoncello) und Marianne Reiser (Klavier) vom Publikum im gut besuchten Spiegelfoyer zu Recht mit begeistertem Beifall überschüttet wurden.

Beethoven erklang bereits vor der Pause, allerdings mit der frühen Serenade in D-Dur für Flöte, Violine und Viola op. 25, die mit ihrem galanten Stil konventionellen Vorbildern ungewöhnlich eng verhaftet ist.

Eine dankbare Aufgabe

Immerhin eine dankbare Aufgabe für Stefanie Faust (Flöte), Felix Giglberger (Violine) und Andrew Simpson (Viola), die die kleinen Preziosen klangschön und spieltechnisch versiert zu Gehör brachten. So traditionell ging es anschließend in Daniel Schnyders Suite „Worlds Beyond” für Klavier, Oboe und Posaune nicht zu. Eine interessante Gratwanderung zwischen Jazz und Kammermusik, ursprünglich für Sopransaxophon statt Oboe gedacht, doch die Solo-Oboistin Bianca Gleisner ließ sich von dem Komponisten das Placet zur Transkription geben.

Und so schwelgte sie sichtlich vergnügt und inspiriert in den ungewohnt swingenden Pfaden, auch wenn sie es nicht immer leicht hatte, sich gegen die Bassposaune von Saman Maroofi und das Klavier von Robert Weirauch durchzusetzen.

Viel Beifall

Viel Beifall für das Kammerkonzert, das am Montagabend um 20 Uhr im Spiegelfoyer wiederholt wird.
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