Grönemeyer-Konzert: Schiffsverkehr in Ostbelgien

Von: Isabelle Hennes
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Ihnen gelang das Kunststück,
Ihnen gelang das Kunststück, Herbert Grönemeyer nach Lontzen zu holen: Ralph (rechts) und Ludwig Bühler. Foto: Isabelle Hennes

Lontzen. Die Bühne steht zwar noch nicht, und das Gras muss noch gemäht werden. Aber am Donnerstag beginnt die heiße Phase der Vorbereitungen. Und eine Woche später, an Christi Himmelfahrt, sollen Tausende Fans das rund 20.000 Quadratmeter große Areal im Lontzener Teil des Industriegebietes East Belgian Park bevölkern.

Superstar Herbert Grönemeyer startet dann hier den zweiten Teil seiner „Schiffsverkehr-Tournee”, mit der er bereits im vergangenen Jahr quer durch Deutschland unterwegs war.

Die Veranstalter des Konzerts, die Brüder Ralph und Ludwig Bühler, haben „ganz spezielle Wochen” hinter sich und noch eine anstrengende Zeit vor sich. Sie wohnen nur ein paar Minuten vom Veranstaltungsort entfernt. Grönemeyer reist mit 14 Sattelschleppern an, die Bühne wird rund 50 Meter breit sein. Hinzu kommt ein großer VIP-Bereich: ein Zelt, in dem es nach dem Konzert eine Aftershowparty geben wird. Wer mehr Wert auf Festivalcharakter legt, für den wird es mehrere Versorgungsstände geben, die von Vereinen aus der Umgebung betrieben werden. „Wenn wir so etwas machen, dann sollen alle davon profitieren”, sagt Ralph Bühler. „Außerdem wird es Getränke zu Dorfpreisen geben”, kündigt er lachend an.

Wie zwei belgische Diskothekenbetreiber - seit 27 Jahren betreiben sie das „Graffiti” in Lontzen - an Herbert Grönemeyer kommen? „Das war recht unkompliziert”, sagt Ralph Bühler. Grönemeyers Manager Klaus Ulrich hat sein Büro in Aachen. Außerdem wohnt eine Mitarbeiterin von Ulrich in Lontzen. „Da hat man sich zusammengesetzt und ziemlich schnell geeinigt.”

Erfahrungen bei der Organisation einer so großen Veranstaltung haben Ralph und Ludwig Bühler bereits seit 20 Jahren. Sie haben die Fanta 4, die Beatsteaks, Him und Pur ins Eupener Capitol geholt. Und 2008 sorgten sie gemeinsam mit Roger Feyen dafür, dass über 15.000 Fans in der Eupen Arena die Ärzte und die Sportfreunde Stiller bejubeln konnten. Was die Kosten für das Konzert betrifft, halten sich die Veranstalter bedeckt. Man sei vertraglich gebunden und könne deshalb keine Auskünfte geben. „Ein finanzielles Risiko besteht bei einer solchen Veranstaltung immer.” Ob es in Zukunft weitere Konzerte dieser Größenordnung im East Belgian Park geben wird, ist noch ungewiss. „Alles hängt davon ab, welche Gruppen angeboten werden und ob die Industriezone noch genug freie Plätze bietet”, sagt Ralph Bühler.

Noch heute müssen die Brüder über Anfragen aus Aachen schmunzeln, die sie 2008 erreichten. „Oft wurden wir gefragt, wo Eupen oder Ostbelgien denn liegt”, erinnern sie sich. Dabei sind es über die Autobahn nur acht Kilometer von Aachen bis zum East Belgian Park. Die Bühne wird von der Autobahn aus zu sehen sein, das Gelände liegt direkt an der Ausfahrt Welkenraedt. „Das ist nun wirklich ein Katzensprung”, sagt Ludwig Brühler. Für Konzertbesucher aus Aachen haben sich die Veranstalter etwas einfallen lassen: Derzeit sind in der Aachener Innenstadt Busse mit Werbung für das Konzert unterwegs. Diese Busse werden am Konzerttag als Shuttle eingesetzt. Wer mit dem Auto anreisen möchte, für den stehen 5000 Parkplätze in unmittelbarer Nähe zum Gelände zur Verfügung.

Einlass ist am 17. Mai bereits ab 16 Uhr

Einlass auf das Festivalgelände an Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 17. Mai, ist ab 16 Uhr.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Als Vorgruppe zu Herbert Grönemeyer wurde die Stuttgarter HipHop-Band Die Orsons verpflichtet.

Grönemeyer macht auf seiner Tour noch zweimal in der Region Station: an Pfingstmontag beim Pinkpop-Festival (Tageskarte ausverkauft) und am 29. Mai im Hockeypark Mönchengladbach.
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