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Grandiose Bühnenshow von Unheilig in Köln

Von: Susanne Schramm
Letzte Aktualisierung:
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Hat seine Fans auch in Köln im Griff: Der Graf, Sänger der Band Foto: stock/Star-Media

Köln. Was im Mittelpunkt steht, ist sonnenklar. Zur Einstimmung singt Hans Albers „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins”, den Bühnenhintergrund beherrscht ein hoch aufragender Schiffsrumpf, und die Videos zeigen immer wieder Bilder von Strand, Wellen und Dünen.

Folgerichtig heißt das erste Stück „Das Meer”. Auf ihrer „Große Freiheit Tournee 2010” legen die Chartstürmer Unheilig am Samstagabend im Kölner Palladium an und liefern eine grandiose Show. Das Konzert ist restlos ausverkauft.

Wenn der Graf und seine Besatzung an Bord bitten, dann besteht kein Anlass, S.O.S. zu funken. Auch wenn die Stücke vom aktuellen Album Titel tragen wie „Seenot” oder „Abwärts”. Der Sog dieser Musik, die zwischen krachendem Klanggewitter und gefühlvollen Balladen changiert, mal wie Synthie-Rock und mal wie Neue Deutsche Härte klingt, immer getragen von der markig-sonoren, tieffrequenten Stimme ihres Aachener Frontmanns, erfasst sie alle. Die gruftigen Gräfinnen, die zum Konzert in seidener Ballrobe und samtenem Kapuzenmantel angetreten sind. Die martialischen Nietenkerle, mit meterweise Ketten behangen und mit Handschellen an der Hosennaht garniert. Die munteren Manga-Mädels. Und die Normalos. Denn auch sie zählen zu den Anhängern der Band.

Obschon die Gruppe eine starke Anziehung auf Dark-Waver und Neo-Gothics besitzt, haben die vier Unheiligen nicht die dunkle Seite gewählt. Stücke wie die aktuelle Single „Geboren um zu leben” fordern dazu auf, das Dasein zu genießen, und dabei darf dann auch schon mal ein kompletter Kinderchor mit auf die Bühne.

Fast zwei Stunden dauert die Meerreise im Palladium. Der Graf, im typischen Outfit mit schwarzem Anzug, schwarzer Krawatte und weißem Hemd, hat die Menge voll im Griff. Neben Stücken von der aktuellen CD zählen „Freiheit” und „Kleine Puppe” zu den Höhepunkten des Abends. Und bei der dritten Zugabe „Ich gehöre mir”, geht´s dann noch einmal volle Fahrt voraus.
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