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„Geschichte von Lena”: Gemeines Mobbing tut jedem weh

Von: Grit Schorn
Letzte Aktualisierung:
Ausgezeichnet: Christine Karal
Ausgezeichnet: Christine Karall und Alexander Baab in „Die Geschichte von Lena”. Foto: Kerstin Brandt-Heinrichs

Aachen. Im Aachener Geschwister-Scholl-Gymnasium ging jetzt ein handfestes Jugendstück über die Bühne der geräumigen Schul-Aula. „Die Geschichte von Lena”, ein Werk der dänischen Autoren Michael Ramlose und Kira Elhauge, befasst sich zupackend und realitätsnah mit dem Thema Mobbing.

Ausgegrenzt, verlacht und verspottet zu werden, tut Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen weh. Besonders wehrlos sind aber oft Teenager und Kinder.

So geht es auch dem munteren Mädchen Lena, das in einer liebevollen Familie aufwächst und sich in der Schule wohl fühlt, besonders wegen ihrer besten Freundin Maria, der sie einfach alles sagen kann. Wie sich so eine gute Freundschaft völlig verändern kann, bringt „Greta”, das junge Aachener Grenzlandtheater, in der überzeugenden Inszenierung von Timo Hübsch auf den Punkt.

Das junge Schauspieler-Duo Christine Karall und Alexander Baab spielten nicht nur die beiden Hauptrollen Lena und Maria, sondern auch alle anderen Figuren. Blitzschnell verwandelt sich Christine Karall (toll als sensible Lena) in Lenas Mutter, unverkrampft verkörpert Alexander Baab nicht nur Lenas älteren Bruder Klaus, sondern zeigt sich unter anderem auch als enttäuschte Freundin Maria, als Lenas Vater oder als Lehrer.

Und die beiden Jung-Mimen machen auch deutlich, dass es ziemlich unwichtig ist, ob die gemobbte Lena nun zehn, 14 oder 16 Jahre alt ist. Die plötzliche „Kaltstellung” bleibt unverständlich und tut in jedem Alter weh.

Denn als Lena aus den Sommerferien zurück ist, hat sich für sie alles verändert. Ihre vertrauensvollen Briefe mit humorvollen Schilderungen über ihre schöne Zeit mit Eltern und Bruder auf dem Lande waren an Maria gerichtet, nur an Maria, die sie nun in der Klasse höhnisch vorliest.

Warum gibt Maria ihre Freundin hemmungslos der Lächerlichkeit preis? Wahrscheinlich deshalb, weil Maria diesmal nicht mitfahren konnte, da ja schon Lenas Bruder mitkam und das kleine Ferienhaus nicht genug Platz bot. Jetzt „stinkt” Maria die einstige beste Freundin nur noch

Nichts wird mehr, wie es einmal war. Denn Mobbing, wenn nicht rasch unterbunden, breitet sich aus wie eine ansteckende Krankheit. Die ganze Klasse wendet sich gegen Lena.

Das offene Ende zeigt, wie gefährlich solche Entwicklungen verlaufen können. Das junge Publikum war sehr angetan von dem packenden Stück.

Weitere Aufführungen des 50-minütigen Stücks „Die Geschichte von Lena” des jungen Grenzlandtheaters:

Geschwister-Scholl-Gymnasium Aachen, Stolberger Straße 200: bis 23. März sowie 26. bis 30. März, jeweils 11 Uhr.

Energeticon Alsdorf, Konrad-Adenauer-Allee 7: 23. bis 27 April, 30. April, 2. und 3. Mai, jeweils 11 Uhr.

Zinkhütter Hof Stolberg, Cockerillstraße 90: 7. bis 11. Mai, 11 Uhr.

Tenne in Eicherscheid, Buschgasse: 4. bis 6.Juni, jeweils 11 Uhr.

Auch mobil für Schulen buchbar: Telefon 0241/4746117, 0241/51983408.

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