Aachen/Monschau - Fotografieszene der Region bespielt das KuK-Kabinett

Fotografieszene der Region bespielt das KuK-Kabinett

Von: Alexander Barth
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Motive im Umfeld der Stadien: Seit 2011 fängt der Aachener Fotograf Carl Brunn besondere Fußballfans und ihre Outfits ein. Foto: Carl Brunn
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Motive im Umfeld der Stadien: Seit 2011 fängt der Aachener Fotograf Carl Brunn besondere Fußballfans und ihre Outfits ein. Foto: Carl Brunn
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Motive im Umfeld der Stadien: Seit 2011 fängt der Aachener Fotograf Carl Brunn besondere Fußballfans und ihre Outfits ein. Foto: Carl Brunn

Aachen/Monschau. Ein Rock aus Kunstfaser-Schals, grobe Wollpullover mit Ringelmuster, ein knalliger Schwarz-Gelb-Akzent zum beige-grauen Outfit – allesamt optische Phänomene, wie es sie wohl nur im Umfeld von Fußballstadien gibt. Selbst Zeitgenossen, die mit dem Rundledersport nichts anfangen können, werden zugeben: Fan-Kleidung ist einzigartig, weil oft sehr individuell.

Der Aachener Fotograf Carl Brunn fängt seit Jahren solche Kleinode der anlassbezogenen Bekleidung ein. Ab heute sind seine Arbeiten im neuen Kabinett des Kunst- und Kulturzentrums der Städteregion Aachen (KuK) in Monschau zu sehen. Brunn ist damit der zweite von aktuell 14 regionalen Bildkünstlern, die als Protagonisten des Netzwerks „Shift“ eine Plattform für Ausstellungen erhalten.

„Dahinter steht die Idee, das Potenzial der Fotografen zu zeigen und in ganzer Strahlkraft zu verbreiten“, sagt Nina Mika-Helfmeier. Die Leiterin des KuK, seit Jahren für hochklassige Fotoausstellungen in Monschau und für das Kulturmanagement unter dem Dach der Städteregion Aachen verantwortlich, musste nicht lange überlegen, als sie von der Idee aus der Fotografie-Szene hörte. „Vernetzung, Interdisziplinarität und Austausch“, so formulierte Impulsgeber Marco Röpke die zunächst groben Ziele, die mittlerweile mit einem gemeinsamen Internet-Auftritt und den Ausstellungen in konkreten Kanälen formuliert sind.

Neben Röpke und Brunn gehören derzeit diese regionalen Fotografen dem „Shift“-Netzwerk an: Florian Beckers, Andrea Borowski, Joost Faas, Jörg Hempel, Andreas Magdanz, Johanna Reich, Manja Schiefer, Marco Rose, Peter Stollenwerk, Hugo Thomassen, Petra Warrass und Mitinitiator Ernst Wawra. „Wir wollen die Gruppe gern um ambitionierte Fotografen erweitern“, sagt Mika-Helfmeier über „Shift“ – der Name ist laut Röpke ein Verweis auf die gleichnamige Computertaste und die direkte Wort-Übersetzung, etwa „verlagern, ändern, verschieben“. Für ihn eine zeitgemäße Antwort auf „analoge“ Kollektive der Vergangenheit.

Die digitale Plattform ist der eine öffentliche Kanal für die professionell mit Bildern arbeitenden Fotografen, die jedoch den künstlerischen Aspekt dabei nicht immer in den Vordergrund stellen können. „Die Fan-Fotos sind eine Passion, mein Alltag ist in der Regel von Auftragsarbeiten geprägt“, sagt Brunn beispielhaft. Der andere Kanal bringt besagte Chance, die eigenen Fotos „live“ zu präsentieren – für mehrere Wochen und parallel zu den Hauptausstellungen im KuK. Die Nähe sorgt zudem für besondere Möglichkeiten: Magnum-Fotograf Richard Kalvar gibt am 5. November einen Workshop für die Kollegen aus der Region.

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